Roetgen - Hauskonzert als Oase der Kunst

Hauskonzert als Oase der Kunst

Von: avl
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Sorgten für einen künstlerischen Hochgenuss beim 13. Hauskonzert (von links): Marlo Strauß, Judith Hennes, Dieter Fischer, Teresa Hennes, Manfred Lutter, Ricarda Schumann, Elke Fischer (sitzend) und Marga Wilden-Hüsgen. Foto: van Londen

Roetgen. Mittelalterliche Lauten- und Flötenklänge, hörenswerte Vorträge zweier talentierter Mädchen an Klavier und Geige und zwischendurch immer wieder poesievolle Texte, die von beeindruckender Menschenliebe und literarischem Können zeugten - das 13. Hauskonzert des Roetgener Gastronomen und Litertaten Dieter Fischer war ein voller Erfolg.

Die große Akzeptanz, die sich Dieter Fischer mit seinen seit Jahren initiierten Hauskonzerten in seinem Restaurant „Füllhorn” erarbeitet hat, zeigt deutlich, dass es nicht immer die großen Konzerte sein müssen, die Menschen nachhaltig für Kunst begeistern.

Nicht nur für Fischer selbst waren besonders die Auftritte seiner Enkelinnen Judith Hennes (13 Jahre) am Klavier mit zwei Sätzen einer Sonate von Oskar Moret und Teresa Hennes (11 Jahre) an der Geige mit Stücken von Joseph-Hector Fiocco sowie einer Meditation von Jules Massenet besondere Höhepunkte.

Auch wenn nicht jede technische Schwierigkeit fehlerfrei war, so begeisterten die beiden kleinen Musikerinnen mit ihrer Ernsthaftigkeit und ansteckendem Verve. Manfred Lutter, Musiklehrer und Leiter des Vielharmonischen Chores Roetgen, begleitete die elfjährige Violinistin am Klavier.

Musikalischer Hochgenuss

Mit zum festen Repertoire gehören die brillanten barocken Klänge, mit denen das Ensemble der vielbeachteten Capella Aquisgrana (Aachen) die Roetgener Hauskonzerte bereichert. Als Trio schickten die Ensemblemitglieder Marga Wilden-Hüsgen (Barockmandolinen), Ricarda Schumann (Traversflöte, Mandoline) und Marlo Strauß (Gitarre, Vihuela) die Zuhörer auf eine musikalische Zeitreise durch das barocke Italien und Spanien. „Ein musikalischer Hochgenuss”, war sich das Publikum einig.

Das Hauskonzert, das diesmal unter dem Motto „Hausmusik lehrt für das Leben” stand, wäre ohne die literarischen Ausflüge nicht das, wofür es bekannt wurde. Dieter Fischer trug neben Gedichten und Lyrik auch Prosa aus eigener Feder vor. Dabei nahm der die Gäste auch mit nach Kanada. Auf einer Reise zu seinem dort lebenden Sohn notierte er allerhand Nachdenkliches und Humorvolles. Mit dem Ergebnis machte er einmal mehr deutlich, dass Kunst bei ihm als begnadetem Koch nicht nur über Gaumen und Magen geht.

Doch auch ein wenig Wehmut lag beim 13. Hauskonzert in der Luft. „Ich mache mir ein wenig Sorgen um den Fortbestand der Veranstaltung”, so Fischer. „Es wäre schade, wenn sich kein geeigneter Nachfolger für das Restaurant - und damit auch für das Hauskonzert fände.” Aber für den Kunstliebhaber Fischer ist klar, dass es weitergehen wird. „Wie und in welcher Form genau, wird sich finden”, ist sich der Roetgener sicher.

Der Erlös in Form von Spenden soll an das Helena-Stollenwerk-Haus in Simmerath gehen. Diese Einrichtung bietet 24 jungen Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderung ein schönes Zuhause.
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