Haushecken verlieren an Höhe

Von: P. St.
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Eine neue Elektro-Heckenschere
Eine neue Elektro-Heckenschere überreichte die Jury (v. l. Stefan Pauls, Landschaftsbeirat, Felix Meyer, städtischer Revierbeamter, Hubert Mießen, Landschaftsbeirat und Udo Thorwesten, Städteregion Aachen, an Elisabeth Pauls aus Höfen. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. „Die Hecken werden immer kürzer”, bringt Stefan Pauls seine Beobachtung auf den Punkt. Drei Tage lang war der Landschaftsgärtner als Jury-Mitglied jetzt im Rahmen der Hausschutzhecken-Prämierung 2011 im Stadtgebiet Monschau unterwegs.

„Da haben wir Positives wie Negatives gesehen”, stellte er fest. „Die Leute wollen einfach nicht mehr so hoch klettern”, erklärt er sich den Trend zum Heckenstutzen.

Die herbstliche Rundereise der Komission hat seit Jahrzehnten Tradition, auch wenn die ausgezahlten Prämien sich inzwischen im unteren Taschengeld-Bereich bewegen. Das ist auch Udo Thorwesten von der Unteren Landschaftsbehörde der Städteregion bewusst, um so mehr Bewunderung verlangt ihm Tatsache ab, mit welchem Engagement die Menschen in der Eifel ihre Buchenschutzhecken in der Regel noch pflegen, denn als wirksamer Schutz gegen das Wetter haben sie heute kaum noch Bedeutung.

Diese Entwicklung führt nun dazu, dass die Wertschätzung als Schutzhecke abnimmt und damit leider auch die Pflege. So fand man in Höfen sechs und Kalterherberg gar elf Hecken vor, die nicht geschnitten worden waren. In Kalterherberg gibt es immer mehr Häuser, die leerstehen, also gerät auch die Schutzhecke in Vergessenheit.

690 Exemplare, die drei Meter und höher sind, kamen wieder in die Wertung - eine seit Jahren relativ konstante Zahl. Immer wieder gibt es auch Neuanpflanzungen. So durfte die Jury in Menzerath statt bisher drei jetzt fünf Hecken, die die vor etwa 10 Jahren angepflanzt worden waren und die Drei-Meter-Grenze erreicht haben, bewerten.

Stellvertretend für eine der sehr gut gepflegten Hecken in Höfen machte die Jury am Freitag Station bei Elisabeth und Josef Pauls in der Triftstraße. Ihr Wohnhaus, das „Haus Bucheneck” von 1909 wird von einer rund 50 Meter langen Hecke umschlossen, und seit hier der Höfener Heckenweg und der Eifelsteig vorbeiführen, ist die Hecke mit den beiden Torbögen zu einem beliebten Fotomotiv geworden.

„Eigentlich könnte man hier einen Verkaufsstand eröffnen”, hatten die Söhne, die Hecke pflegen, schon einmal scherzhaft gemeint. Den stolzen Heckenbesitzern überreichte die Jury eine professionelle Elektro-Heckenschere, die ein Unternehmen aus Schleckheim zur Verfügung gestellt hatte. Damit dürfte die weitere Heckenpflege langfristig gesichert sein.
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