Simmerath - Hauptschule Simmerath wird für 7,2 Millionen Euro saniert

Hauptschule Simmerath wird für 7,2 Millionen Euro saniert

Von: ess
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Noch Tristesse pur, aber nicht mehr lange. Auch optisch soll die Hauptschule Simmerath erheblich aufgehübscht werden. Foto: Ernst Schneiders

Simmerath. Rund 7,2 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um die Hauptschule Simmerath auf Vordermann zu bringen, die derzeit eher dem Charme der grauen Plattenbauten im real existierenden Sozialismus zu DDR-Zeiten versprüht.

Architekt Klaus Allnoch aus Köln formulierte das so: „Da hatte damals jemand viel Beton zur Verfügung.” Und auch die WC-Anlagen der Schule haben es dem Planer angetan: „Wir haben schon vieles saniert, aber so was hatten wir auch noch nicht.”

Alles wird gut: Noch in diesem Jahr soll es mit der Sanierung der Zweifach-Turnhalle und mit dem Neubau der Mensa losgehen, im nächsten Jahr sind die sanitären Anlagen, der Südflügel und Teile des Hauptgebäudes dran, im Jahr 2012 der Rest des Hauptgebäudes und der Nordflügel des heterogenen Komplexes. Nach aktueller Zeitplanung ist noch vor Weihachten 2012 die Baustelle geschlossen und damit ein Jahr Bauzeit eingespart.

Die Zeit bis dahin wird, nimmt man einmal die Turnhalle aus, nur mit Beeinträchtigungen des Unterrichts vor sich gehen können. Stau- und Lärmbelästigung ließen sich nicht völlig vermeiden, baten Allnoch und seine Kollegen aus der Planungscrew bereits jetzt um Verständnis.

Nach der energetischen und baulichen Sanierung wird von der „großen Betonwüste” nichts mehr zu sehen sein. Auch das triste Grau ist dann verschwunden und freundliche, bunte Farben bestimmten von außen die Optik der Schule. Die gesamte Betonfassade wird entfernt und durch ein modernes Vollkernmaterial ersetzt. Neben wartungsfreien Aludächern gibt es überall Dreifachverglasung und Dämmung, die allen Anforderungen ans Energie- sparen gerecht wird.

„Alles muss raus” heißt es in den Klassenräumen für die abgehangenen Decken, um die Speicherfähigkeit der Betondecken besser nutzen zu können. Neue Lüftungsgänge und schallabsorbierende Deckensegel werden eingebaut. Erdberührende Böden werden erneuert, weil, so Allnoch, bestimmte Dämmwerte eingehalten werden müssen. Einige Zahlen: Die Außenwände erhalten eine 32 Zentimeter dicke Dämmung, das Dach eine 40 Zentimeter dicke, die Kellerdecke eine 25 Zentimeter dicke und die Böden, die das Erdreich berühren, werden mit einer vier Zentimeter dicken Vakuumdämmung isoliert.

Essen wird geliefert

Das alles soll die Schule energetisch zu einem Passivhaus machen. Weitere Bausteine dazu sind, so Bauphysiker Oliver Schwinn, Solarthermie, Sonnenluftkollektoren, Fernwärme und Photovoltaik. Thomas Ratmann schließlich, zuständig für die technische Ausstattung, machte den Politikern unter anderem Wärmetauscher, Wärmepumpen und ein neues Beleuchtungssystem nach dem Stand der Technik schmackhaft.

Neu hinzu kommt eine Mensa mit mindestens 64 und höchstens 80 Plätzen, wo die Schüler im Zwei-Schicht-Betrieb verköstigt werden können. Auf eine teure Profi-Küche verzichten die Planer, denn das Essen wird angeliefert und der gesamte Spülkram später wieder abgeholt. Neue Räume werden geschaffen, um die Toiletten für Jungen und Mädchen trennen zu können.

Auch ist die Aufteilung so angelegt, dass nach dem Umbau des Stuhllagers ein Fassungsvermögen von 200 Personen entsteht. Daher, so Architekt Klaus Allnoch, biete es sich an, die Mensa auch anderweitig zu nutzen, oder sie an Auswärtige zu vermieten. Eine Grünzone mit Terrasse soll den Bereich um die Mensa verschönern. Das Geld ist vorhanden, der Vortrag der Planer war wohl überzeugend. Folglich fiel das Votum der Politik einstimmig aus.
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