Hauptschule genießt guten Ruf

Von: V.M.
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Die Schüler und Schülerinnen
Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 10a und 10b haben es geschafft und feierten gebührend ihre erfolgreich beendete Schulzeit auf der Gemeinschafts-Hauptschule Monschau-Roetgen. Foto: V. Monterey

Monschau. „Ich bin wahnsinnig aufgeregt”, so Dania Hecht, Schülerin der Klasse 10b der Gemeinschafts-Hauptschule Monschau-Roetgen kurz vor der Vergabe der Abschlusszeugnisse am vergangenen Freitag. Im Rahmen einer großen Feier wurden nun 39 Schüler und Schülerinnen des Jahrgangs 2010/2011 der GHS entlassen.

„Ein komisches Gefühl, wenn so plötzlich alles vorbei ist”, bestätigte auch ihre Klassenkameradin Franziska Palm aufgeregt.

Im Namen der Schule begrüßte Konrektor Franz-Josef Prümmer die Gäste, Eltern und Familienangehörigen der Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer und nicht zuletzt die Vertreter von Stadt und Rat, darunter als Vertreter der Stadt Monschau Hermann Mertens und Peter Theissen, sowie für die Gemeinde Roetgen Peter Schneider, die Vorsitzenden der Schulpflegschaft, Gabi Nennertheim und Renate Schreiber, den Vorsitzenden des Fördervereins, Wolfgang Tambornino, Berufsberater Gerd Maaßen sowie Margitta Isaac, die in der erweiterten Schulleitung tätig ist und zuständig war für die Planung des gelungenen Abends.

Mit einem Rückblick auf die vergangenen sechs Schuljahre, die von den meisten Schülern als „schöne Zeit” empfunden worden sei, so Prümmer, und in einem Blick in die Zukunft fasste er Höhen und Tiefen zusammen und schloss nicht ohne Stolz und großen Dank an Lehrer, Eltern und Schüler die Willkommensrede.

Von den Schülern haben 19 den mittleren Schulabschluss erreicht, davon sieben sogar die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erlangt. 15 Schüler haben den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 in der Tasche und drei Schüler den Hauptschulabschluss nach Klasse 9. Zwei der Schüler haben schon jetzt eine Lehrstelle und einer besucht das Berufsgrundschuljahr.

Bildungs- und Erziehungsarbeit

Mit einer „guten und erfolgreichen Bildungs- und Erziehungsarbeit”, so Prümmer, konnten den Schülern und Schülerinnen sowohl alle Kenntnisse und Fähigkeiten als auch Team- und Kritikfähigkeit, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein vermittelt werden, um nun ein weiteres Ziel erfolgreich zu erreichen, die Berufsausbildung. Aller Kritik zum Trotz haben schon jetzt alle Jugendliche ein klares Ziel vor Augen. So werden 15 Schüler direkt in die Berufswelt einsteigen, elf die Fachoberschule besuchen und zehn das Berufsgrundschuljahr des Berufskollegs besuchen, ein weiterer Beleg, dass die Hauptschule „bei der heimischen Wirtschaft einen guten Ruf besitzt”.

So wichtig wie andere Schulen

Die Vertreter der Stadt übermittelten ebenfalls ihre Guten Wünsche und plauderten ein wenig aus der alten Zeit, „als es noch leichter war, eine Lehrstelle zu finden”, meinte Gerhard Maaßen, der selbst einst hier zur Schule gegangen war. Hermann Mertens, auch Fachbereichsleiter Schule, bestätigte den sichtbaren Erfolg, „diese Schule ist uns genauso wichtig wie jede andere Schule”. Darüber hinaus könne man „mit einem Hauptschulabschluss ebenso Karriere machen wie mit einem anderen Abschluss, meinte Peter Theissen, der einst als Maurer in die Lehre gegangen war, seinen Meister machte und heute erfolgreich ein Bauunternehmen leitet.

Nach dem offiziellen Teil, nahmen die Jugendlichen das Mikrophon zur Hand und sorgten nach einer kleinen Ansprache des Schülervertreters („Wir sind glücklich, dass wir diese Zeit geschafft und die Prüfungen hinter uns gebracht haben”) mit der Aufführung des Theaterstücks „Das Klassentreffen” aus der Feder von Helmut Schreiber für gute Laune. Sie nutzten die letzte Chance, die Lehrer noch einmal richtig auf die Schippe zu nehmen. Viel Applaus ernteten auch die Klassenlehrer der 10a und 10b für ihr Bemühen, den richtigen Ton beim Gesangswettbewerb „Lehrer gegen Schüler” zu treffen, und waren sich für keinen Spaß zu schade.

„Zu unserer Arbeit gehört es, auch solche Feiern finanziell etwas zu unterstützen, meinte Wolfgang Tambornino und lobte sowohl Schüler, als auch alle Beteiligten für die Vorbereitungen, die Ausstattung des Saales und die Ausführungen.

„Die Zeit hier war aufregend, mal langweilig, mal witzig”, resümierte Dania Hecht, „ich werde erstmal in Ruhe darüber nachdenken”, bevor sie das Berufskolleg in Simmerath besucht, mit dem Ziel Erzieherin zu werden.
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