Haubenmeise: Ein seltener Gast aus der Region

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Schicke Frisur: Haubenmeisen erkennt man an ihren langen Scheitelfedern.

Nordeifel. Kohl- und Blaumeisen gehören zu den häufigsten Brutvögeln unserer Heimat. Weitere bei uns verbreitete Meisenarten sind Sumpf-, Weiden-, Tannen- und Haubenmeise, die alle dort leben, wo es Wälder gibt. Durch das Anbringen von Nistkästen kann man Kohl- und Blaumeisen auch in Siedlungen mit ausreichenden Baum- oder Strauchgewächsen zum Brüten bringen.

Fichten-Liebhaber

Kaum jemand hat jedoch schon einmal Haubenmeisen beobachten können, die in den Gebirgen Mitteleuropas vor allem in Fichtenwäldern brüten. Auch in unserer Region kann man Haubenmeisen fast nur in Fichtenwäldern beobachten, nur wenige suchen im Winter Futterplätze in Siedlungen auf.

Die Haubenmeise ist etwas kleiner als die Kohlmeise. Ihre Grundfärbung ist grau-weiß, aber zu erkennen ist sie sofort an den Scheitelfedern, die zu einem langen, spitzen Schopf verlängert sind. Damit sie im dichten Fichtengezweig ihre Partner und Gruppenmitglieder nicht verlieren, lassen sie fast ununterbrochen Stimmfühlungslaute hören, die sich wie „zizi-güür“ anhören. Erst durch diese Laute wird man auf den kleinen, unruhigen Vogel aufmerksam.

Die Haubenmeise ist ein Standvogel und ernährt sich im Sommer von Insekten und deren Larven sowie Spinnen, im Herbst und Winter von Sämereien, vor allem von Koniferensamen.

Zum Brüten hacken sie sich in morschem oder totem Holz Höhlen, benutzen aber auch Spechthöhlen, natürliche Fäulnishöhlen, von anderen Meisenarten begonnene Höhlen und Nistkästen, die in Fichtenwäldern aufgehängt werden. In der Regel werden sechs Eier ausgebrütet, nur selten kommt es zu Zweitbruten.

Gruppenbildung im Winter

Haubenmeisen sind wie alle Meisen nur tagsüber aktiv. Sie suchen ihre Nahrung vor allem in Baumkronen, aber auch am Boden, wo sie im Frühjahr Spinnen suchen. Im September und Oktober werden Samen zwischen Flechten und Zweigen versteckt, die dann im Winter wieder gesucht werden.

Herauszufinden, wie alt Vögel werden, ist grundsätzlich schwierig. Die Mehrheit der Meisen wird wohl nicht viel älter als ein Jahr. Bei Haubenmeise hat man aber beringte Individuen gefunden, die durchaus sieben, acht oder sogar neun Jahre alt geworden sind.

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