Hat Gelenkbus schon Tage zuvor gebrannt?

Von: P. St./hes
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Jede Menge Löschschaum war nötig, um den auf dem Gelände Fringshaus in Flammen stehenden Bus abzulöschen. Der Löschzug Roetgen war mit 29 Mann vor Ort. Foto: psm
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Vollkommen zerstört wurde der Bus, nachdem die Flammen sich vom Motorraum her ausgebreitet hatten. Foto: Löschzug Roetgen

Roetgen. Gab es am Gelenkbus eines Simmerather Busunternehmens schon Tage vor dem Brand am Montagabend im Bereich des Knotenpunktes Fringshaus nicht zu übersehende Hinweise auf einen Defekt?

Nach dem völligen Ausbrennen des Busses an der Haltestelle Fringshaus, das einen Großeinsatz der Roetgener Feuerwehr und kilometerlangen Stau im Berufsverkehr bis nach Relais Königsberg auslöste, hat sich ein Zeuge gemeldet, der das Busunternehmen und die Polizei schon Tage vorher auf Rauchentwicklung am Heck des Fahrzeugs hinzuweisen versucht hat.

Der Mann aus Monschau berichtete gegenüber dieser Zeitung, dass er Ende voriger Woche auffällige Beobachtungen am gleichen Fahrzeug gemacht habe. Er ist sich vollkommen sicher, dass es sich um das gleiche Fahrzeuge handele, da das Kennzeichen leicht einprägsam gewesen sei.

Rauchentwicklung

Der Zeuge erzählt, dass er in den Vormittagsstunden in Imgenbroich hinter dem Bus hergefahren sei und dabei deutlich gesehen habe, dass aus einer Klappe hinten links am Bus auffällig stark Rauch nach außen gedrungen sei. Als der Bus am Kreisverkehr Imgenbroich dann nach rechts in Richtung Simmerath abgebogen sei, habe er ihn aus den Augen verloren.

Besorgt über seine Beoachtung und den Gedanken, dass in dem Gelenkbus auch Schulkinder hätten sitzen können, versuchte der Zeuge dann später das zuständige Bus-Unternehmen zu erreichen. Da dies telefonisch nicht gelang, informierte der Mann über die Notrufnummer die Polizei. Diese notierte die Beobachtung und versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern.

Als nun am Montag eben jener Bus in Flammen stand, dachte der Mann sogleich, dass es sich wohl um den von ihm wahrgenommenen Bus handeln könnte, was sich später dann auch bestätigte.

Wie berichtet, war am Montag um 17.51 Uhr der Löschzug Roetgen zum Motorbrand eines Busses in Höhe Fringshaus alarmiert worden. „Hier hatte ein Bus im Motorraum Feuer gefangen und brannte beim Eintreffen der Feuerwehr im gesamten hinteren Bereich“, heißt es im Einsatzbericht des Roetgener Löschzuges.

Zur Brandbekämpfung setzten die Einsatzkräfte zwei Trupps unter Atemschutz ein, ein Trupp mit B-Schwerschaumrohr und eines mit C-Rohr. Mittels Wärmebildkamera wurde der Bus anschließend kontrolliert. Zur Unterstützung der Löschgruppe Roetgen wurde später die Löschgruppe Rott nachalarmiert. Der Busfahrer hatte das Fahrzeug noch rechtzeitig verlassen können.

Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab und leuchtete diese aus. Durch ein Reinigungs- und Abschleppunternehmen wurde die Fahrbahn der B 258 gereinigt und der Bus schließlich abgeschleppt. Die Feuerwehr war mit 29 Wehrleuten und sechs Fahrzeugen in den Einsatz eingebunden.

Beamte der Polizei, die Wehrführung, der Kreisbrandmeister, das Umweltamt, das Ordnungsamt sowie ein Reinigungs- und Abschleppunternehmen waren ebenfalls vor Ort. Gegen 20.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

Zuvor war die Bundesstraße 258 mitten im abendlichen Berufsverkehr für längere Zeit gesperrt worden, was einen Rückstau bis Relais Königsberg verursachte.

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