Hartmut Giesen: Im Trikot des TV Roetgen durch New York

Von: heg
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Roetgen. Vor genau zehn Jahren hat der heute 42-jährige Roetgener Hartmut Giesen seine Liebe zum Laufen entdeckt. Schnell favorisierte er die langen Strecken, insgesamt 37 Marathons hat er seitdem absolviert, den letzten vor kurzem erst gemeinsam mit 43.741 Finishern in New York. Damit hat er sich einen lange gehegten Traum erfüllt.

Internationale Teilnehmer müssen sich für den New York Marathon, der neben Boston, London, Berlin und Chicago zu den „World Marathon Majors” gehört, entweder durch ihre Zeit qualifizieren oder über einen Reiseveranstalter buchen. Amerikaner müssen sich ebenfalls qualifizieren, oder sie können versuchen, einen Startplatz in der Lotterie zu gewinnen. Mehr als 100.000 haben das in diesem Jahr probiert.

Anfang des Jahres hatte sich Hartmut Giesen mit seiner 2008 in Essen erzielten persönlichen Bestzeit von 2:41 Stunden für den 40. New York Marathon angemeldet, für seine Altersklasse lag die Qualifikationszeit bei 3:05 Stunden. Aber dann war 2009 nicht sein Jahr, den Monschau Marathon als Trainingslauf beendete er in 3.08 Stunden, Köln und Mainz musste er ausfallen lassen. Deshalb war er auch nicht mit großen Erwartungen nach New York gefahren.

Doch schon auf den ersten Kilometern merkte er, dass es diesmal lief, und mit seiner Zeit von 2:47:24 Stunden war er dann auch sehr zufrieden. Das bedeutete Platz 285 in der Gesamtwertung, 269 Männer und 15 Frauen erreichten vor ihm das Ziel. In seiner Altersklasse belegte er Platz 31, unter den 2447 deutschen Teilnehmern rangierte er auf Platz 12.

Hartmut Giesen startet für den TV Roetgen, und das rot-gelbe Trikot seines Heimatvereins trug er auch auf den 26 Miles, 385 Yards und 80.000 Feet durch New York. Auf den letzten Kilometern des Laufs habe er bei der Umrechnung der Meilen- und Yardangaben etwas die Orientierung verloren, berichtet er.

Dass er im Central Park die noch verbleibende Strecke falsch eingeschätzt hatte, habe ihn noch etwas Zeit gekostet. Der New York Marathon ist ein Streckenlauf, der auf der Manhattan vorgelagerten Insel Staten Islands startet und durch alle Stadtteile zum Ziel im Central Park führt. Nicht zuletzt dank der Anstiege zu den fünf Brücken sind dabei stattliche 380 Höhenmeter zu absolvieren.

Hartmut Giesen startete in der ersten von drei „Wellen”, jede größer als die meisten Marathonläufe in Deutschland, um 9.40 Uhr. Schon die Anfahrt zum Start mit U-Bahn und Fähre sei ein Erlebnis gewesen, erzählt er. Ihm war die Fähre um 6 Uhr zugewiesen worden, unterwegs trafen in den U-Bahnen die Läufer mit Party-Gängern in Halloweenkostümen zusammen, die nach einer durchfeierten Nacht nach Hause strebten.

Jede Welle hatte ein eigenes Startdorf. Dort erwartete die Läufer eine tolle Happening-Atmosphäre und eine gute Startverpflegung mit Kaffee, Tee und Bagels, ehe sie sich schon um 8.40 Uhr in ihre Startboxen begeben mussten. „Da konnte man sich kaum warmlaufen”, bedauerte Hartmut Giesen.

Weitere Eifeler dabei

Aber mehr als bei jedem anderen Lauf sei beim New York Marathon auch der Weg das Ziel, beschreibt er das Gefühl beim Durchlaufen der unterschiedlichen Stadtteile von den trostlosen Straßenzügen der Bronx bis zur grandiosen Skyline von Manhattan, die er in den folgenden Tagen noch einmal ausgiebig erwandert hat.

Zu den schönsten Souvenirs, der er mitgebracht hat, gehört die Montag-Ausgabe der New York Times, in der alle Finisher aufgelistet sind, die unter einer Zeit von 4:45 Stunden geblieben sind, darunter weit vorne auch die der drei Konzener Markus Werker (2:55:08/618.), Christian Werker (3:08:19/1639.) und Jörg Braunleder (3:28:14/4714.).
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