Harpreet Sodhi: Ihre Werke entspringen der Sehnsucht

Von: ag
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Rot ist eine der dominierenden Farben in ihren Werken: Die Künstlerin Harpreet Sodhi stellt vom 7. Juni bis zum 4. Juli im Aukloster in Monschau aus. Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. Foto: A. Gabbert

Monschau. Spiritualität steht für die Künstlerin und Ärztin Harpreet Sodhi aus Imgenbroich an erster Stelle. Rot und orange sind die Farben, die ihre Werke dominieren. „Das spricht für meine Persönlichkeit“, sagt die 53-Jährige, die ab dem 7. Juni im Aukloster in Monschau ausstellen wird (siehe Box).

Die Sehnsucht ist für Harpreet Sodhi der Antriebsmotor unseres Daseins und aus der Kunst nicht wegzudenken. „Ich glaube alle Kunstwerke entspringen der Sehnsucht. Sie ist die Quelle und der Ursprung des Kreativen, Schöpferischen“, sagt sie. Auch sie sei voller Sehnsucht. Sie sehne sich nach Spiritualität, Weisheit, Liebe, friedvoller schöner Welt, Freundschaft, Vertrautheit, erfülltem Leben und nicht zuletzt nach Veränderung und Erlösung. Ihre Bilder sind Ausdruck ihrer Sehnsucht und tragen immer eine Botschaft, die sie bewegt.

Ihre kreativen Phasen werden durch ein überkommendes Gefühl, etwas auf die Leinwand zu bringen, ausgelöst. Es entsteht durch eine sehr subtile Wahrnehmung der Umwelt vor allem bei der Betrachtung der Natur und durch Einflüsse aus meditativen Phasen. Die Ruhe und der weite Blick von ihrem Atelier über die Wiesen und Wälder der Eifel waren auch ein Grund für sie, sich hier niederzulassen. „Ich sammele zunächst verschiedene Eindrücke, die in mich hineinströmen. Manchmal verwirkliche ich sie sofort in einem Werk, oder es regt sich erst nach Tagen in mir ein starkes Bedürfnis, diese in einer Arbeit zum Ausdruck zu bringen“, sagt Sodhi.

Die Auswahl der Farben spielt dabei eine zentrale Rolle. „Ich wähle stets intuitiv die Farben aus, denn in meinem Unterbewusstsein besteht offensichtlich eine Korrelation zwischen meinen Gefühlen und Farben. Bei der Auswahl der Themen versuche ich fast nur das Positive zum Ausdruck zu bringen, obwohl in dieser Welt genügend Negatives vorhanden ist“, erklärt die Künstlerin.

Harpreet Sodhi arbeitet ausschließlich mit Ölfarben. „Mit Ölfarben kann ich sehr gut Licht und Schatten modellieren, meine Stimmungen ausdrücken und das Atmosphärische meiner inneren Erfahrungen in Bilder umsetzen“, sagt sie. Neben den akademischen Maltechniken bevorzugt sie verstärkt eine neuartige und individuelle Spachteltechnik. Sie ist zum Beispiel in ihren Kompositionen „Einklang“, „Zweisamkeit“, „Ur-Liebe“ oder „Fortuna“ zu finden. Das Werk „Fortuna“ schmückt auch die Einladung zur Ausstellung im Aukloster.

„Mein Wunsch ist es, dass meine Bilder den Betrachter aus den Mühen des Alltags heraus in eine lebensbejahende Einstellung versetzen und ihn so zu einer spirituellen Erfahrung anregen“, betont Sodhi. Nicht zuletzt sieht sie ihre künstlerische Arbeit auch als eine Art Lobpreisung an den Schöpfer.

Ein Beispiel dafür ist ihre Komposition „Schöpfungsharmonie“. Hintergrund des Werkes sei die Einsicht, dass alles Lebendige, Materielle und Geistige aus einer allumfassenden Einheit stamme, erläutert Sodhi. „Der Schöpfungsakt vollzieht sich durch Teilung, es entstehen Dualität, Polarität, Vielfalt und doch bilden alle zusammen eine Einheit, welche die höchste Ordnung darstellt. Das Zusammenspiel von Einheit und Dualität weist auf vollkommene Harmonie hin, also auf gelenkten Aufbau des Universums, und spiegelt die unbegrenzte Kreativität des Schöpfers.“

Ihr Werk „Lebensstufen“ knüpft ebenfalls an die Dualität der Schöpfung an. In diesem Fall sind das Entstehen und das Vergehen das zentrale Thema. In einem anderen Bild mit dem Titel „Metamorphose“ thematisiert sie ihren Wunsch nach Veränderung und Offenheit gegenüber der Umwelt. Den Wunsch nach einer schönen heilen Welt bringt sie in Landschafts- und Blumenmotiven zum Ausdruck. Ihre Sehnsucht nach erfüllter Liebe kommt in Werken wie „Ur-Liebe“, „Zweisamkeit“ und „Einklang“ zum Ausdruck. Bilder wie „Tanzekstase“, „Zauber der Musik“ oder „Tänzerin“ spiegeln ihre große Zuneigung zu Musik und Tanz wieder. Ihre Sehnsucht nach Weisheit findet sich in „Risi – Der Weise“, „Einssein“, „Weg der Erkenntnis“ und „Der Erleuchtete“ wieder.

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