Hansa sagt „Ja” zum großen Kunstrasen

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Zwischen Schwimmhalle (links)
Zwischen Schwimmhalle (links) und Sporthalle (rechts), dort wo jetzt eine ziemlich verkommene Sportanlage ihr Dasein fristet, wird er entstehen, der neue Kunstrasen, der nicht nur eine tolle Sache für die Hansa ist, sondern auch ein weiteres Argument für die künftige Foto: H. Schepp

Simmerath. „Es sieht sehr gut aus! Simmerath bekommt höchstwahrscheinlich einen vollwertigen Kunstrasenplatz. Der Beschluss wurde positiv abgestimmt.” So lautete am Donnerstagabend um 22 Uhr die aktuelle Statusmeldung der Facebook-Gruppe „Simmerath braucht einen Sportplatz”.

173 Nutzern des sozialen Netzwerks gefällt diese Gruppe, die sich nun eigentlich auflösen oder umbenennen könnte in „Simmerath bekommt einen Sportplatz”. Denn nachdem die Verwaltung dem Sportausschuss einen neuen Vorschlag unterbreitet und dieser mit großer Mehrheit zugestimmt hatte, gab am Freitagmorgen auch der am stärksten betroffene Verein, die Hansa-Gemeinschaft Simmerath e.V., grünes Licht zur 14 Stunden vorher beschlossenen Lösung.

Alle Zuhörerplätze waren besetzt, als Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dem Ausschuss für Sport- und Kultur noch einmal die Geschehnisse der letzten Wochen und Monate vor Augen führte, besonders aber über die neueste Entwicklung berichtete. Dabei nahm die Geschichte seit dem 7. November zwei entscheidende Wendungen: Zunächst wurde entdeckt, dass an der Hauptschule zwischen Schwimm- und Sporthalle zwar nicht der ursprünglich geplante Platz in der Größe 64 mal 96 Meter hinpasst, wohl aber ein Spielfeld der Größe 90 mal 50 Meter plus Randbereich.

Und am Sitzungstag selbst flatterte der Gemeinde das Angebot einer Sportplatz-Baufirma ins Haus, das die Kosten für einen Kunstrasenplatz in dieser Größe auf rund 400.000 Euro bezifferte.

„Das ist eine sehr erfreuliche, andere Perspektive”, frohlockte Günter Scheidt, sportpolitischer Sprecher der CDU, und ermunterte die Hansa-Verantwortlichen: „Nehmt den Kunstrasen, das ist bei unserem Klima einfach die bessere Lösung”, riet Scheidt dem Verein, vom Naturrasenplatz abzurücken. Auch Gregor Harzheim (SPD) sprach von einem „großen Schritt, den wir heute nach vorne machen können”, wobei seine Fraktion die alternativ vorgeschlagene Lösung mit einem halb so großen Sportplatz (nur für Training und Kindermannschaften) strikt ablehnte.

Dazu aber wird es nun ohnehin nicht kommen, da das eilig anberaumte Gespräch zwischen Verwaltung und Hansa-Vorstand am Freitagmorgen „einen äußerst positiven Verlauf” nahm, wie ein sichtbar erleichterter Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns gleich im Anschluss berichtete. „Die Vertreter der Hansa haben erklärt, dass sie den Bau eines Kunstrasenplatzes an der Haupt- und künftigen Sekundarschule ausdrücklich begrüßen. Die Fußballabteilung wird ihren Spielbetrieb nicht einstellen, sondern wird mit den aktuell vier Senioren- und Jugendmannschaften dort spielen, sobald der Platz fertiggestellt ist. Ob der Verein bei der Errichtung des Platzes eine Eigenleistung einbringt, beispielsweise beim Bau der nicht im Preis inbegriffenen Laufbahn, oder sogar als Bauherr auftritt, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden”, gab der Bürgermeister das Ergebnis des Gesprächs wieder.

Der Sportausschuss wird nun in einer Sondersitzung am Nikolaustag (6. Dezember) den Neubau des Kunstrasenplatzes für Simmerath und auch für die Sekundarschule empfehlen und der Rat dieses am 11. Dezember beschließen. Bis dahin soll ein genauerer Kosten- wie auch ein Zeitplan vorliegen.

Die Hansa-Facebook-Gemeinde postete am Freitag schon mal einen „ganz herzlichen Dank an alle”, die mit ihrem Engagement in Zeitung, Leserbriefen, Internet, Artikelkommentaren und Flugblättern dazu beigetragen hätten, dass Simmerath auch in Zukunft einen Sportplatz hat.
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