Hans-Peter Mingers: Für den Ruhestand noch zu früh

Von: P. St.
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Der Mann von der Tankstelle: Kfz-Meister Hans Peter Mingers aus Imgenbroich ist seit 60 Jahren im Beruf, aber noch ist nicht Feierabend. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. Ob Aral, Texaco, Dea, Shell oder Total: Hans-Peter Mingers hat schon mit vielen großen Mineralölkonzernen kooperiert. Während einige dieser Unternehmen inzwischen längst nicht mehr am Markt existieren, ist für den Kfz-Meister aus Imgenbroich das Ende seiner beruflichen Tätigkeit noch nicht in Sicht. Der 74-Jährige kann in diesem Jahr auf ein außergewöhnliches Jubiläum zurückblicken.

Er ist seit 60 Jahren im Beruf und hat auch nicht vor, diesen an den Nagel zu hängen. Zwar hat er im Jahr 2004 seine Kfz-Werkstatt an der Trierer Straße geschlossen, aber die Tankstelle mit dem dazugehörigen Shop führt er noch weiter.

„Ich habe immer noch Freude an meinem Beruf“, sagt Mingers und solange er sich körperlich und geistig fit fühle, mache er weiter. Die Zusammenarbeit im Team und den Kontakt zur Kundschaft wolle er nicht missen: „Irgendwie fällt es mir schwer, den Absprung ins Rentnerleben zu finden.“ Für den Ruhestand es ist ihm einfach noch zu früh. Auch der Sport hält ihn gesund: Orientierungsläufe mit der Hansa Simmerath, wo er seit 35 Jahren Mitglied ist, stehen regelmäßig auf dem Programm, und auch Kegeln gehört zu seinen Leidenschaften. Mingers verweist nicht ohne Stolz auf seinen Kreismeistertitel.

Seit 44 Jahren in Imgenbroich

Als 14-Jähriger startete Hans Peter Mingers, der aus Übach-Palenberg stammt, am 4. April 1956 seine Lehre als Kfz-Mechaniker bei VW Fleischhauer in Aachen. „Damals gab es noch die 48-Stunden-Woche“, erinnert er sich genau noch daran, dass er um 4 Uhr in der Frühe aufstehen musste, um den 4.55 Uhr-Zug nach Köln zu erwischen, wo sich die VW-Lehrwerkstatt befand. Während des zweiten Lehrjahres wurde dann die 40-Stunden-Woche eingeführt, was den Zeitplan des Lehrlings etwas flexibler gestaltete.

Später drängte es Hans Peter Mingers, der 1969 seine Meisterprüfung ablegte, dann in die Selbstständigkeit. In Übach-Palenberg wollte er im Jahr 1972 eine Werkstatt mit Aral-Tankstelle errichten, aber am gewünschten Standort erhielt er keine Baugenehmigung. Kurze Zeit danach erfuhr er, dass in Imgenbroich die Möglichkeit bestand, eine leerstehende Werkstatt zu übernehmen. Mingers griff zu und übernahm die dazugehörige Tankstelle, die an diesem Standort bereits im Jahr 1957 errichtet worden war. Vor allem auf die Automarken Mazda und Citroën spezialisierte sich der Betrieb.

Nach 44 Jahren am Standort ist Hans Peter Mingers längst mit Imgenbroich und der Region verbunden. Auch mit seinen Berufskollegen in Monschau habe er durchweg immer ein gutes Miteinander gepflegt.

Der weiteren Zukunft sieht Hans Peter Mingers recht gelassen entgegen, auch was die Planung für das Betriebsgelände betrifft. Ein Simmerather Geschäftsmann hat das gesamte Gelände mit Tankstelle, Werkstatt und Wohnhaus vor einigen Jahren erworben und plant hier unter Beibehaltung der Tankstelle ein neues Projekt, das den Ortseingang Imgenbroichs aufwerten soll.

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