Dedenborn - Hans-Josef Hilsenbeck ist der erste Ehrenkönig von St. Michael

Hans-Josef Hilsenbeck ist der erste Ehrenkönig von St. Michael

Von: M. S.
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Hans-Josef Hilsenbeck (Zweiter von links) ist Träger der erstmals vergebenen Ehrenkönigskette. Sie wurde im Rahmen des Patronatsfestes der Dedenborner St.-Michael-Bruderschaft ausgeschossen. Acht Mitbewerber machten dem frisch gekürten Titelinhaber die Auszeichnung streitig. Foto: Manfred Schmitz

Dedenborn. Brezeln und Weizenbier, Landjäger und andere alpine Schmankerl - serviert in adrett-blauweißer Rautendekoration des Raumes. Da erschienen denn auch einige Gäste stilecht in der zünftigen Krachledernen und im Dirndl. Mit einem stimmungsvollen „bayrischen Abend” beging die Dedenborner St.-Michael-Schützenbruderschaft ihr Patronatsfest.

Im Schützenraum des Gemeindezentrums Auf den Feldern herrschte aber weit mehr als bierselige Oktoberfest-Stimmung; es ging durchaus sportlich zu. Brudermeister Helmut Kaulard begrüßte die Gäste und kündigte ihnen eine Premiere an: „In einer Klausurtagung beschloss der Vorstand, künftig unter den ehemaligen Königen/Königinnen unserer Bruderschaft jährlich einen Ehrenkönig auszuschießen. Dieser Würdenträger soll den beim sommerlichen Vogelschuss gekrönten Regenten in der Öffentlichkeit vertreten, wenn dieser einmal verhindert sein sollte, oder in die Bresche springen, sollten wir im Wettbewerb ohne Würdenträger dastehen, was hoffentlich nie passieren wird. Wir haben für den Gewinner unserer jüngsten Trophäe eigens eine gebührende Silberkette angeschafft. ”

Neun Ex-Majestäten traten nun in die Bahn und gingen mit der Luftdruckbüchse einem Holzvogel ans starre Gefieder. Unter den Aspiranten auch Marlene Skoberne; sie war 1997 erstgekürte St.- Michael-Königin. Oder Josef Jansen, er war 1949 der erste Nachkriegsregent und musste durch Los ermittelt werden, weil die damalige britische Besatzungsmacht hiesigen Vereinen jeden Waffenbesitz und -gebrauch untersagt hatte. Jansen (85) wurde im Wettbewerb von seiner Nichte Elisabeth Schmitz vertreten.

Hubertusorden für Christian Gollup

Den ersten Titel der jungen Disziplin errang Hans-Josef Hilsenbeck. Der jüngst erst für den Posten des Dedenborner Ortsvorstehers Erkorene hatte bereits 1988 Herrschermeriten errungen und war diesmal mit der 104. Kugel erfolgreich.

Seine übrigen Mitbewerber - Stefan Steinebach, Helmut und Elfie Kaulard, Eric Wijnhoven, Kurt Bongard und Rainer Schmitz - boten Routinier Hilsenbeck bis zuletzt beherzt Paroli.

Der Hammerer Künstler Erich Charlier hatte der Bruderschaft vor Jahren einen Hubertusorden kreiert und gestiftet; diese Auszeichnung wird nur einmal im Leben an erfolgreiche Schützen vergeben. Die begehrte Trophäe erbeutete in diesem Jahr Christian Gollup mit 49 Ringen. Die glatte Zehn dagegen wurde für Marlene Skoberne zur Glückszahl. Die Ex- Monarchin traf exakt ins Schwarze; irgendwo zwischen eins und 50 lag die geheimgehaltene, entscheidende Ziffernkombination im Scheiben-Preisschießen um den von Fortuna begünstigten Wanderpokal. Wer dem nur Bruder- und Schießmeister Kaulard bekannten, ein- oder zweistelligen Zufallstreffer am nächsten kam, war Sieger/in. Marlene Skobernes Glücksstern stand an diesem Abend goldrichtig.

Ehe es an den Genuss bayrischer Spezialitäten bei Musi und Gaudi ging, passte sich auch das sportlich Geschehen dem heiteren Motto des Patronatsfestes an: Ein Juxschießen für Jedermann beendete die offiziellen Programmaktivitäten.
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