Roetgen - Hans Georgi: Die Zeit ist reif, um ein Buch zu schreiben

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Hans Georgi: Die Zeit ist reif, um ein Buch zu schreiben

Von: maxs
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Ein Klavier als Esstisch: Das Instrument hat Hans Georgi mit künstlerischer Note zu einem Tisch umfunktioniert. Der Musikkabarettist präsentiert jetzt seinen neuen Kurzroman „Anne“. Foto: Max Stollenwerk

Roetgen. „Ein Kurzroman, der größtenteils als eine Autobiografie gesehen werden kann und über Menschen handelt, die mein Leben tangiert haben“: So beschreibt der in Roetgen lebende Musik-Kabarettist Hans Georgi sein neues Werk „Anne“ in aller Kürze.

Am Mittwoch, 5. Oktober, um 20 Uhr wird Georgi in der Roetgener Buchhandlung „LeseZeichen“ das Buch vorstellen, in das er einige Anekdoten aus dem realen Leben hat einfließen lassen.

Es wird jedoch keine Lesung im klassischen Sinne sein, sondern es wird auch immer wieder musikalische Einlagen geben. Hans Georgi wird hier und da Lieder einstreuen, die thematisch zum Inhalt des Romans passen und sich dabei am Klavier begleiten.

Der 69-jährige, der mit seinem überaus erfolgreichen Programm „Die Welt ist rund – Erich Kästner für Erwachsene“ bereits auf über 500 Veranstaltungen aufgetreten ist, unter anderem in bekannten Kabaretthäusern wie dem Düsseldorfer Kommödchen, dem Mainzer Unterhaus oder dem Kölner Senftöptchen, ist nun also wieder zu Gast in der Roetgener Buchhandlung.

„1999 habe ich das Programm über Erich Kästner zum ersten Mal aufgeführt, das war in Roetgen. Nun präsentiere ich den neuen Kurzroman ebenfalls wieder zuerst in Roetgen“, erzählt Georgi und meint schmunzelnd, dass er jetzt „in einem Alter sei, in welchem man ein Buch schreiben sollte“.

Die Protagonistin des gleichnamigen Romans ist Anne, die ein schwieriges Leben gehabt hat und in dem Roman ihre Wanderungen durch tiefste Täler, aber auch durch gute Zeiten in ihrem geliebten Café Caloni beschreibt. Die dazugehörigen Menschen, Maler und Musiker mit ihren Geschichten sowie kleinen und größeren Kulturskandälchen dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen.

Wenn der gebürtige Würselener und leidenschaftliche Dreiband-Billiardspieler und Radfahrer heute in seinem hellen Wintergarten in Roetgen sitzt, weiß er von allerhand interessanten und spannenden Begegnungen in seinem Leben zu erzählen. „Ereignisse wie das gemeinsame Frühstück mit Reiner Calmund oder die Gespräche mit Ernst Huberty in seinem Wohnzimmer werden mir natürlich immer in Erinnerung bleiben“, ist Hans Georgi sich sicher.

Er erzählt, dass er mit dem heute 89-jährigen Ernst Huberty, der lange Zeit die Sportschau in der ARD moderiert hat und daher auch „Mister Sportschau“ genannt wurde, befreundet sei und er sich mit ihm mehrmals über „die schönen Zeiten des Fußballs“ in dessen Wohnzimmer unterhalten habe. Über den Fußballfunktionär und Dauer-Plauderer Reiner Calmund erzählt Georgi amüsiert, dass er bei einem gemeinsamen Frühstück einmal „eine Frage 45 Minuten lang am Stück beantwortet“ hätte.

In seiner circa dreijährigen Tätigkeit als freier Mitarbeiter für die Aachener Zeitung hat Georgi jedoch noch viele weitere schillernde Persönlichkeiten kennengelernt. Er verrät, dass er monatlich einen Prominenten zu Hause besucht und darüber berichtet habe. Dabei war er unter anderem auch bei der ehemaligen Bundesministerin Rita Süssmuth zu Gast oder wurde vom Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff zum Tischtennis-Duell an der grünen Platte herausgefordert.

Angesprochen auf die aktuellen Entwicklungen in den Medien und der Politik zeigt Georgi sich teilweise skeptisch. „Um wirklich berühmt zu werden, muss man im Fernsehen präsent sein, unabhängig vom Format und gutem Witz“, erklärt der 69-jährige und verrät, dass er in der Zeit, in der er auf dem Bildschirm zu sehen war, „ganz andere Besucherzahlen“ auf seinen Veranstaltungen hatte.

Die politische Entwicklung ist aus seiner Sicht teilweise besorgniserregend. „Dass jemand einmal Protestwähler ist, ist völlig in Ordnung, doch dies ist dann die Aufgabe der Opposition.“ Die sich häufenden Erfolge der AfD sieht er dagegen als „Folge einer gewissen Verdummung“. Aufgrund der „massenhaften Angebote in den Medien“ seien viele außerdem „eher anfällig“ für solche Parolen. Die Haltung der AfD sei jedoch „sehr offensichtlich“ und nicht für die große Politik geeignet.

Als nächstes steht nun jedoch der Auftritt am nächsten Mittwoch in Roetgen an, den Interessierte für acht Euro verfolgen können.

Im nächsten Frühjahr wird Hans Georgi, der immer noch bundesweit unterwegs ist, dann im Aukloster in Monschau und in der Internationalen Kunstakademie in Heimbach zu Gast sein.

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