Monschau - Handyparken als Versuch und höhere Gebühren in der Altstadt

Handyparken als Versuch und höhere Gebühren in der Altstadt

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Monschau. Zwei Jahren lang soll das Handyparken als zusätzlicher Service für die Monschau-Besucher getestet werden. Das System soll an 1. Juli zwei Jahre in der Praxis getestet werden, um zu sehen, ob es sich bewährt.

Beim Handyparken hat der Autofahrer die Möglichkeit, per Handy eine SMS abzusetzen, indem er sein Kennzeichen und den gewünschten Ablauf der Parkzeit an eine bestimmte Telefonnummer übermittelt. Dazu muss er sich vorher beim Betreiber des Systems angemeldet haben.

Der Nutzer erhält im Gegenzug 15 Minuten vor Ablauf der bezahlten Parkzeit ebenfalls eine Erinnerungs-SMS. Die Politessen sind technisch so ausgestattet, dass die feststellen können, wer bezahlt hat oder wer nicht, da in den Erfassungsgeräten Handyparken als Software integriert ist.

Der technische Fortschritt kann auch neue Probleme aufwerfen, worauf Erika Krebs (Die Linke) in der kurzen Diskussion hinwies. Ihres Wissens nach werde das Handyparken in anderen Städten nur zwischen einem und sechs Prozent genutzt. Außerdem könne es Probleme mit der Überwachung geben, und ältere Besucher seien wohl kaum in der Lage, das System zu nutzen.

Dies wollte auch CDU-Sprecher Mischa Kreitz nicht abstreiten, doch beim Handyparken handelte es sich lediglich um einen „zusätzlichen Service in einer modernen Stadt.”

Weniger Verwarnungen

Durch die Möglichkeit der Parkzeit-Verlängerung per Handy wird sich die Zahl der Verwarnungen verringern. Dies ist im ganz im Sinne der Stadt, denn geringe Überschreitungen der Parkzeit bis zu 30 Minuten führen zu einem Verwarnungsgeld von lediglich fünf Euro, deren Eintreibung nicht wirtschaftlich ist.

„Wir gehen davon aus, dass das System funktioniert”, sprach sich SPD-Sprecher Gregor Mathar dafür aus, das Handyparken einzuführen. Weiterhin sollte man auch prüfen, ob im Bereich der Buswendeschleife Laufenstraße die Möglichkeit bestehe, einige Kurzzeit-Parkplätze im Hinblick auf die Verlagerung der Stadtbücherei in der Sparkasse anzubieten. Mit der Änderung der Parkordnung einher geht auch eine Erhöhung des Stundesatzes von einem Euro auf 1,50 Euro und von vier auf fünf Euro für die Tageskarte.

Auch Werner Krickel (Grüne) sah keine Gründe, die gegen die Einführung des Handyparkens als zusätzliches Angebot sprechen würden. „Wir gehen ja kein Risiko damit ein.”

Einen Vorschlag von Erwin Victor (FDP), auch das halbstündige Parken zu ermöglichen, will die Verwaltung prüfen. Ebenfalls prüfen will die Verwaltung, ob es vertretbare technische Möglichkeiten gibt, vor dem Rathaus behördenfreundlichen Parken (30 Minuten frei) einzuführen.

Keine Parkgebühren werden außerhalb der Altstadt erhoben. Die im Hauptausschuss Anfang Juni beantragte Prüfung einer Ausdehnung der Gebühren auf den Multifunktionsplatz am Nationalparktor Höfen fand keine Zustimmung im Rat.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert