Handballerinnen wollen besser starten

Von: Kurt Kaiser
Letzte Aktualisierung:
6189373.jpg
Trainer Bernd Marquardt mit dem Verbandsligakader des TV Roetgen (obere Reihe von links): Anna Leblanc, Laura Cosler, Elke Peters, Svenja Andres, Eva Deutz, Janine Schirmer, Melina Feilen. Untere Reihe von links: Lisa Cosler, Yvonne Baltzer, Isabell Leblanc, Jana Laidanik, Sabine Schmal. Es fehlen: Bärbel Matt, Inga Schüler, Angelina Rusche und Jasmin Borsten. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Nur ungern erinnert Bernd Marquardt, der Trainer der Frauenmannschaft des TV Roetgen, sich an die ersten Spiele in der vergangenen Saison zurück. Denn erst am fünften Spieltag kam sein Team in der Verbandsliga durch einen hauchdünnen 21:20-Sieg gegen den HSV Bocklemünd zu den ersten Saisonzählern.

In der Endabrechnung belegten die Roetgenerinnen mit 13:19 Punkten dann aber den siebten Tabellenplatz und buchten damit für ein weiteres Jahr die Verbandsliga.

Klares Manko in der vergangenen Saison war die schlechte Trefferquote. Das Team aus der Nordeifel erzielte nur 317 Tore, nur Absteiger Poppelsdorf erzielte noch weniger Treffer. Dafür glänzte die Mannschaft aber mit solider Abwehrarbeit. Mit nur 395 Gegentreffern stellten die Roetgenerinnen die beste Defensive der Liga.

Mit der Begegnung gegen den TuS Königsdorf starten die Rot-Gelben am Samstag (Anwurf 17.45 Uhr) in der Halle an der Rosental-straße in die Spielzeit 2013/14. „Ich hoffe schon, dass wir einen deutlich besseren Auftakt erwischen als im vergangenen Jahr“, erwartet der Trainer gleich zum Saisonstart die ersten Zähler.

Dass er dem Saisonauftakt recht optimistisch entgegen blickt, liegt an der guten Vorbereitungszeit und den teilweise überraschend guten Ergebnissen, die die Mannschaft erzielte. Nur gegen den HC Eynatten kassierten die rot-gelben Damen eine Niederlage, aber immerhin spielt die Mannschaft aus dem belgischen Grenzort in der zweiten belgischen Liga. Beim KTSV Eupen landeten die Roetgenerinnen einen 28:24-Erfolg. Sehr gut zogen sie sich auch mit dem 28:26-Erfolg beim Oberligisten TV Weiden aus der Affäre. Gegen Ligakonkurrent Stolberger SV gewann man in drei Dritteln klar und deutlich mit elf Toren Unterschied.

25:18-Sieg in Weiden

Am vergangenen Samstag stand die Pokalaufgabe beim Ligakonkurrenten Westwacht Weiden auf dem Programm, auch die meisterte die Gruppe mit einem 25:18-Sieg in souveräner Manier. „Dafür, dass es das erste Spiel unter Wettkampfbedingungen war, war das schon ganz gut“, erlebte Bernd Marquardt letztlich eine klare Angelegenheit zu Gunsten seiner Mannschaft. Nach einer 5:2-Führung kamen die Weiderinnen nach einer Viertelstunde zum 6:6. Nach dem Ausgleich gelangen den Rot-Gelben aber einige gut vorgetragene Tempogegenstöße, die Laura Cosler dreimal erfolgreich abschloss. Beim Seitenwechsel führten die Roetgenerinnen 12:7 und bauten zu Beginn der zweiten Hälfte ihren Vorsprung auf 15:8 aus.

Nach der klaren Führung entschied der Trainer sich für einige Experimente, wodurch die Abstimmung zwar etwas verloren ging, aber der klare Sieg nie in Gefahr geriet. „Ich bin zufrieden, Elke Peters hat sehr gut Regie geführt. Lisa Cosler hatte mit sieben Toren eine gute Trefferquote“, resümierte der Coach, der sich über weitere Treffer von Laura Cosler (5), Anne Leblanc (4), Elke Peters (3), Yvonne Baltzer (2) und je ein Tor von Jasmin Borsten, Eva Deutz, Jana Laidanik und Svenja Andres freute.

Wie üblich gab es kaum personelle Veränderungen bei den Rot-Gelben. Jana Laidanik wechselte vom SV Eilendorf schon Ende der letzten Saison in die Nordeifel und kann noch bei den A- Juniorinnen, aber auch in der Ersten spielen, wobei sich positiv auswirken sollte, dass die meisten A-Juniorinnen schon in der vergangenen Saison erste Erfahrungen in der Verbandsliga sammelten. Janine Schirmer fällt nicht unter die Rubrik Neuzugang. Sie hieß vor ihrer Heirat Ackermann und startet nach einer Babypause einen Neuanfang.

Verbandsliga: Viel Veränderung

Genügend Veränderungen gab es aber in der Verbandsliga, denn durch Auf- und Abstieg müssen die Roetgenerinnen sich mit vier neuen Gegnern auseinandersetzen. Die Zweite des TV Strombach, der TV Birkesdorf, 1. FC Köln II und CVJM Oberwiehl sind neu in der Verbandsliga. Aber trotz vier neuer und von der Spielstärke her unbekannter Mannschaften hat Bernd Marquardt ein anspruchsvolles Saisonziel ausgegeben: „Wir streben schon eine bessere Platzierung als im Vorjahr an.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert