Handballerinnen des TV Roetgen unterliegt mit 15:31 in Bonn

Von: kk
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TV Roetgens Angreiferin Eva Deutz auf dem Weg zum Tor im letzten Heimspiel gegen den TV Oberbantenberg. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Deutliche Niederlagen gab es in den beiden letzten Jahren nur selten für die Handballfrauen des TV Roetgen. Im Januar kassierten sie die letzte deutliche Abfuhr mit 15:31 beim späteren Meister TSV Bonn.

Zukünftig sollten die Roetgenerinnen sich die Reisekosten in die Bundesstadt sparen, denn auch am vergangenen Samstag kamen sie in der Stadt am Rhein, bei der 16:32 Niederlage, richtig unter die Räder und mussten die Pole-Position der Oberliga den Damen des TuS Königsdorf überlassen.

Den Grund für die deutliche Abfuhr sah Roetgens Trainer Bernd Marquardt in erster Linie darin, dass in der Bonner Halle geharzt werden darf und seine Mädels mit dem klebrigen Mittel am Ball überhaupt nicht klar kommen. Das der Handballverband hier für irreguläre Bedingungen sorgt, darüber regt der Trainer sich am meisten auf. „Es ist traurig, dass die Bestimmungen nicht einheitlich geregelt sind, aber da ist der Verband gefordert.“

In den Hallen in Bonn, Strombach, Oberbantenberg, Weiden, Pulheim und Frechen darf geharzt werden, in den restlichen fünf Hallen der Oberliga nicht. Nach Bonn reisten die Roetgenerinnen auch noch mit einigen personellen Sorgen, denn Sabine Schmal, Anne Fischer, Isabell Carl und Torfrau Isabelle Leblanc standen nicht zur Verfügung.

Spiel zum Abhaken

Nach ausgeglichenem Beginn gingen die Roetgenerinnen erst- und letztmalig mit 4:3 in Führung, dann übernahmen die „Harzerinnen“, die mit einer hohen Deckung spielten und die Rot Gelben schon frühzeitig in Zweikämpfe verwickelten, das Kommando und zogen auf 9:5 davon. Bis zum Seitenwechsel bauten sie ihre Führung auf 12:7 aus und stellten bis Mitte der zweiten Halbzeit (21:12) die Zeichen auf Sieg.

„Ich kann den Mädels keinen Vorwurf machen. Mit dem klebrigen Ball sind sie überhaupt nicht klar gekommen und haben sich deshalb eine hohe Anzahl an technischen Fehlern erlaubt“, hakte der Coach die Niederlage beim Vorjahresmeister und auch diesjährigem Mitfavoriten schnell ab, denn bevor es in die Herbstpause geht stellt sich am Samstag mit dem TV Strombach in der Halle an der Rosentalstraße (Anwurf 17.45 Uhr) der nächste Meisterschaftsfavorit vor.

Dass die Gruppe aus dem Gummersbacher Stadtteil in dieser Saison zu den Mitfavoriten zählt unterstrich sie am vergangenen Spieltag durch den deutlichen 38:25 Erfolg beim Lokalrivalen TV Oberbantenberg. Mit zwei Punkteteilungen in Dünnwald und gegen Westwacht Weiden und zwei Siegen gegen Fortuna Köln und Oberbantenberg zählen die Oberbergischen noch zu den drei ungeschlagenen Teams.

Nach Platz drei in der Saison 2014/15 und Tabellenrang zwei in der vergangenen Spielzeit macht man bei den Oberbergischen kein Geheimnis daraus, dass man den Trend fortsetzen will und nach dieser Saison ganz oben stehen möchte.

Bernd Marquardt schätzt die eminent schwierige Aufgabe richtig ein, aber er traut auch seinem Team in eigener Halle einiges zu: „Wir spielen gegen einen Topfavoriten, wir kennen aber auch unsere Stärken und wissen wozu wir im eigenen Wohnzimmer fähig sind“, will der Coach sich nicht mit einer Niederlage in die Herbstpause verabschieden. Wobei ein Ausblick auf den Spielplan zeigt, dass die Aufgaben nicht einfacher werden, denn im ersten Spiel nach der vierwöchigen Herbstpause (6. November) geht es zum aktuellen Ligaprimus TuS Königsdorf.

Für den TV Roetgen erzielten folgende Spielerinnen die Tore: Krissi Plum (6), Lisa Cosler (5), Anna Leblanc und Laura Cosler (beide je 2) Lina Fischer (1).

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