Handballdamen verlieren im vorletzten Heimspiel gegen Fortuna Köln

Von: Kurt Kaiser
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Gegen die flinken Angreiferinnen von Fortuna Köln hatten die Roetgener Abwehrspielerinnen Eva Deutz (r.) und Yvonne Baltzer alle Hände voll zu tun. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Auch im vorletzten Heimspiel der Saison 2016/17 konnten die Handballdamen des TV Roetgen den Schalter nicht in die richtige Richtung umlegen. Gegen den Tabellenfünften Fortuna Köln mussten sie eine 23:31-Niederlage verkraften. Durch Verletzungen geschwächtes Team sehnt Saisonende herbei.

 „Ich kann den Mädels keinen Vorwurf machen. Wir mussten wieder mit unserem kleinen Kader aufgrund von Verletzungen improvisieren“, beklagte Roetgens Trainer Bernd Marquardt die bescheidene personelle Situation.

Gegen die Mannschaft aus dem Süden der Domstadt musste der Coach auf Anna und Isabell Leblanc und weiterhin auf die Langzeitverletzte, Krissi Plum, verzichten. In der ersten Halbzeit verletzte sich dann noch Anne Fischer, die im weiteren Spielverlauf nicht mehr eingesetzt werden konnte. „Wenn wir so viele Spielerinnen ersetzen müssen, haben wir keinen Oberligakader mehr“, blickte der Trainer etwas neidisch auf die Bank der Kölnerinnen, die mit 14 gesunden Spielerinnen optimal besetzt war.

Als Lisa Cosler in der 6. Minute ihre Farben mit 3:1 in Führung brachte, machte sich ein zarter Hauch Optimismus in der Roetgener Halle breit, jedoch wurde der nach wenigen Minuten wieder zerstört. Die Kölnerinnen wandelten den Rückstand in eine 5:3-Führung um. Bis zur 18. Minute verlief die Begegnung noch ausgeglichen, aber nach dem 8:9-Rückstand leisteten die Roetgenerinnen sich ein paar technische Fehler und ungenaue Torabschlüsse zu viel.

Die agilen und topmotivierten Gäste nutzten die Unzulänglichkeiten und zogen auf 12:8 davon. Bernd Marquardt entschied sich in der 22. Minute für ein erstes Team-Time-out und nur drei Minuten später für das nächste Gespräch mit seinen Damen. Trotz der zwei Auszeiten bauten die Kölnerinnen ihre Führung auf 16:9 aus und nahmen nach Toren von Yvonne Baltzer und Eva Deutz eine 17:11-Führung mit in die Halbzeit.

Kurz nach der Pause entschieden

Die zweite Halbzeit war gerade mal zehn Minuten alt, da war die Partie nach einer 24:14-Führung der Mannschaft aus der Kölner Südstadt auch schon entschieden. Der Roetgener Coach versuchte zwar mit der neuen Regel, bei eigenem Ballbesitz die Torfrau gegen eine siebte Feldspielerin auszutauschen, etwas Ergebniskorrektur zu betreiben, jedoch ging das Experiment nicht immer auf. Beim Treffer zum 28:19 war das Tor der Roetgenerinnen leer.

Für den TV Roetgen erzielten folgende Spielerinnen die Tore: Lisa Cosler (7), Inga Schüler (5), Laura Cosler, Eva Deutz und Anne Fischer alle je (3), Laura Gilliam und Yvonne Baltzer (beide je 1).

Nach acht Niederlagen und einer Punkteteilung sehnen die Handballdamen und deren Trainer verständlicherweise das Saisonende herbei. Aufgrund der guten Hinrunde hat das Punktepolster zum Klassenerhalt gereicht, so dass man total entspannt den beiden letzten Meisterschaftsspielen entgegensehen kann.

Das letzte Erfolgserlebnis feierten die Roetgenerinnen im Hinspiel gegen die HSG Siebengebirge (34:32). Am Sonntag geht es zum letzten Auswärtstermin ins Siebengebirge. Theoretisch kann die HSG noch absteigen, deshalb erwartet Bernd Marquardt hochmotivierte Gastgeber. „Wir müssen abwarten, was bei uns personell geht. Dass es für die HSG aber noch um alles geht, hat sie am vergangenen Spieltag beim 26:20-Sieg gegen Frechen gezeigt“, erwartet Bernd Marquardt in der Halle am Sonnenhügel in Oberpleis am Sonntagnachmittag (Anwurf 16 Uhr) ein ungemütliches Kaffeekränzchen.

Herren verlieren gegen Ligaprimus

Gegen den Tabellenführer der Kreisliga Aachen/Düren, TV Weiden II, kassierte die 1. Herrenmannschaft des TV Roetgen am letzten Spieltag eine unnötige 20:25-Niederlage. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir in der ersten Halbzeit unsere Tormöglichkeiten schlecht abgeschlossen haben“, erlebte Co-Trainer Timo Goblet eine Torarme erste Hälfte, in der die Roetgener nur sechs Tore erzielten.

In den ersten Minuten konnten die Rot-Gelben dem Ligaprimus noch Paroli bieten, jedoch zog der nach dem 3:3 auf 10:5 davon und nahm einen komfortablen 13:6-Vorsprung mit in die Pause. Von Trainer Toni Ackermann neu einjustiert startete die Mannschaft in der zweiten Halbzeit zwar zur Aufholjagd, leider reichte dem Tabellenführer aber das Torepolster aus der ersten Hälfte. „Auch wenn wir die zweite Halbzeit 14:12 gewonnen haben, konnten die Weidener den Vorsprung immer gut verwalten“, gab Timo Goblet zu, dass man mit der zu dünn besetzten Auswechselbank gegen den stark besetzten Gegner eine letztendlich verdiente Niederlage kassierte.

Folgende Spieler erzielten die Tore für den TV Roetgen: Lukas Schartmann (5), Constantin Hipp, Christian Strutz und Timo Goblet (alle je 4), Nico Hütten, Florian Meier und Daniel Cloots (alle je 1).

Nach vier Niederlagen in Folge wollen die Rot-Gelben am Samstag (Anwurf 13.30 Uhr in der Halle im Gillesbachtal) bei der Drittvertretung von BTB Aachen, die direkter Tabellennachbar der Roetgener ist, endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

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