Handball: Lisa Cosler wendet die Derby-Blamage ab

Von: kk
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Glück am Ende einer schwachen Leistung: Beim letzten Angriff im Derby gegen den TV Roetgen, traf die Angreiferin von Westwacht Weiden nur die Latte. Morgen spielen der TV in Roetgen gegen den SC Pulheim. Foto: Imago/Newspix

Roetgen. Beim Derby am vergangenen Spieltag in der Handball-Oberliga war Lisa Cosler mit acht Treffern nicht nur die erfolgreichste Werferin, sie verhinderte mit ihren beiden Last Minute Toren zum 23:23 und 24:24 Endstand auch eine Blamage der rot-gelben Ladies vom TV Roetgen, gegen den bisher noch sieglosen Konkurrentinnen von Westwacht Weiden.

In der Halle an der Weidener Parkstraße erlebte TV Roetgens Trainer Bernd Marquardt sechzig Minuten eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Zufrieden war der Trainer am Ende nicht: „Ich bin schon enttäuscht, denn hier hatte ich eigentlich mehr erwartet.“ Sein Team habe sich im Nachbarschaftsduell in den letzten zwanzig Minuten eine zu lange Auszeit gegönnt und war am Ende mit dem Unentschieden beim Tabellendrittletzten noch gut bedient.

Schnelle Führung

Dabei begann die Begegnung für die Roetgenerinnen planmäßig. Nach kurzer Abtastphase zogen sie von 2:2 auf 7:2 davon. Die Einheimischen zeigten sich von dem Rückstand aber nicht irritiert, verkürzten auf 6:8 und gingen sogar 9:8 in Führung. Die Favoritinnen aus der Nordeifel schalteten danach wieder einen Gang höher und nahmen einen 16:10-Vorsprung mit in die Kabine.

Als die Roetgenerinnen in der 42. Minute 19:14 in Führung gingen, schien mehr als nur eine Vorentscheidung an der Parkstraße gefallen zu sein. „Dann hatten wir einen unerklärlichen Einbruch“, analysierte der Roetgener Coach die letzte Viertelstunde des Spiels.

Die Roetgenerinnen leisteten sich einige unkonzentrierte Torabschlüsse, die die Mannschaft aus dem Würselener Stadtteil nutzte und kurz vor Spielende den klaren Rückstand in eine 23:22-Führung umwandelte. Nach dem 24:24 hatten die Roetgenerinnen noch Glück, dass die beste Werferin der Westwacht in der Schlusssekunde nur die Latte traf.

„Mit so vielen Schwankungen im Spiel kann man nicht gewinnen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass bei uns beruflich bedingt zu viele Spielerinnen unregelmäßig trainieren und das wir das verletzungsbedingte Fehlen von Krissi Plum nicht kompensieren konnten“, brachte der Coach die letztendlich enttäuschenden sechzig Minuten auf den Punkt.

Da der fünfte Tabellenplatz in dieser Saison ein aufstiegsrelevanter Rang für die Nordrheinliga ist, kommt es am Samstag (Anwurf 17.45 Uhr) in der Halle an der Rosentalstraße, gegen den SC Pulheim zu einem kleinen Endspiel, in dem der Tabellensechste auf den Fünften trifft. Bernd Marquardt weiß, dass das Team aus dem Rhein-Erft-Kreis schnellen und technisch guten Handball spielt.

„Wir müssen schon so gut auftreten wie in Pulheim“, erinnert der Coach seine Mädels an die Topleistung im Hinspiel, dass die Roetgenerinnen 20:18 gewinnen konnten. Die Mannschaft aus Pulheim reist aber mit der Empfehlung an, dass sie aus den letzten fünf Spielen neun Punkte holte.

Da es in Roetgen acht Samstage kein Heimspiel gab, hofft Bernd Marquardt, dass viele Zuschauer für die entsprechende Unterstützung sorgen und die Punkte an der Rosentalstraße bleiben. Für den TV Roetgen erzielten folgende Spielerinnen im Derby bei Westwacht Weiden die Tore: Lisa Cosler (8), Anne Fischer und Anna Leblanc (beide je 5), Eva Deutz (3), Sabine schmal (2), Inga Schüler (1).

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