Hahnenkönig: Sven Jentges sichert sich begehrten Titel

Von: Günther Sander
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Ein strahlender Hahnenkönig Sven Jentges mit Königin Janine (Mitte). Stolz auf das neue Paar auch Rainer Mertens (links) und Rolf Ungermann (rechts). Foto: Günther Sander

Kalterherberg. Seit Freitag stand der Kirmesbaum mit großem Kranz auf dem Dorfplatz, in der Vereinshalle gab es am Samstag einen vorzüglichen Kirmesball mit „One Way“, aber am Montag hieß es „Auf in den Kampf“, denn das traditionelle Hahnenköppen war angesagt.

In der Vereinshalle harrten zahlreiche Kirmesbesucher der Dinge, die da kommen sollten. Vier mutige Männer, nämlich Sven Mertens, Georg Leyendecker, Helmut Breuer und Sven Jentges, schickten sich an, ausgestattet mit einem Säbel, dem Hahn im Korb heftig zuzusetzen. Aus dem Lautsprecher ertönte unterdessen der Hit der Alpenrebellen „Her mit meinen Hennen, der Gockola is da“. Der war zwar da, aber er hing schlapp in einem Korb, sein Kamm zeigte zu Boden, von Hennen keine Spur.

Wohl aber voller Tatendrang waren die schlagkräftigen Herren, vier an der Zahl, die angetreten waren, den Titel eines Hahnenkönigs zu erringen. Kein leichtes Unterfangen, denn alle bekamen die Augen verbunden, durften nicht mit den Händen nach dem Gockel tasten, sondern mussten blindlings zuschlagen.

Auf korrekte Spielregeln achteten die beiden Schiedsrichter Klaus-Jürgen Schmitz und Rudolf Schreiber. Kräftige Anfeuerungsrufe aus allen Ecken ertönten, als um 14.20 Uhr die erste Runde im erhöhten Kampfring, einem Boxring ähnelnd, zum Schlagen freigegeben wurde. Lange Zeit gab es harmlose Schläge, die Kandidaten gerieten ganz schön ins Schwitzen, baten um eine kleine Verschnaufpause.

Frisch erholt und gestärkt ging die Schlacht am grün-weißen Hahnenkorb munter weiter, ein Ende musste her, doch der Kopf wollte nicht zu Boden fallen. Die Fans von Kandidat Georg Leyendecker spornten ihren Star kräftig an: Dann ein gezielter Schlag, die Menge jubelte, hatte den neuen Hahnenkönig gesehen. Denkste! Nicht so die beiden Schiris. Kritische Untersuchungen am Korb und Gockelattrappe brachten Leyendecker leider nicht den Titel. Er war sichtlich enttäuscht, hätte zu gerne als Sieger den Kampfring verlassen. Also ging die Show weiter.

Als nächster war Sven Jentges an der Reihe. Augen zu, Säbel hoch, und dann sauste wieder ein Kopfteil zu Boden. Erneuter Jubel, erneuter Einsatz der Schiris, dann die Entscheidung: Mit dem 68. Schlag hatte Kalterherberg um 15.25 Uhr einen neuen Hahnenkönig. Riesenfreude im weiten Rund, Gratulationen von allen Seiten (natürlich auch von Georg Leyendecker) und ein Küsschen von der neuen Königin Janine, die besonders stolz auf den neuen Hahnenkönig war.

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