Häuptling Hubert hat genug vom Regieren

Von: P. St.
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Häuptling und Sheriff bieten die Friedenspfeife an: Ohne Wiederstand gab die Spitze der Simmerather Gemeindeverwaltung die Rathausschlüssel aus der Hand und überließ den Karnevalisten das Sagen. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Erwartungsgemäß gab es auch in diesem Jahr keinerlei Probleme oder gar ernstzunehmende Widerstände beim Sturm auf das Simmerather Rathaus. Ab 11.11 Uhr wurde aus dem Rathaus ein Tollhaus. Dies lag allerdings weniger daran, dass die jecken Weiber in klassischer Manier das Gebäude stürmten.

Diesen Job überließ die weibliche Belegschaft lieber den stark auftrumpfenden sechs im Simmerather Gemeindegebiet ansässigen Karnevalsgesellschaften, die nacheinander in geordneter Formationen über den grünen Teppich den Sitzungssaales Einzug hielten und sich den begrenzten Platz mit den Gästen und Bediensteten teilen mussten.

Aber in der Enge des Raumes ist es bekanntlich lustig, wobei Alleinunterhalter „Stolli von der Hof” mit seiner flotten Moderation („Aller guten Dinge sind sechs”) die Voraussetzungen dafür schuf, dass sich die Karnevalisten im Rathaus wie zuhause fühlen konnten.

Das Rathaus war ein Saloon, und hier ließ es Oberhäuptling Hubert Breuer mit Sheriff Karl-Heinz Hermanns an seiner rechten Seite zum letzten Mal „richtig krachen”, wie der mit buntem Federschmuck ausgestattete Bürgermeister angesichts seiner letzten Session wissen ließ. Der große Häuptling ist nach zehn Jahren Kampf im Rathaus des Regierens müde geworden und will seinen Wigwam verlassen.

Im Saal voller Narren klang ob dieser letzten närrischen Amtshandlung ein wenig Wehmut durch. Das änderte sich aber schnell, als Häuptling Hubert die Last das Amtes für fünf Tage in andere Hände legen konnte. Die hochrangigen Vertreter der sechs Karnevalsgesellschaften (Laimischter Bessemsbenger, Kiescheflitscher Rurberg-Woffelsbach, Ruusscher Breybrobbele, Klev Botze Rollesbroich, Lehmschwalbe Kesternich und Sonnenfunken Simmerath) erhielten die Schlüsselgewalt übers Rathaus und wurde zudem mit konkreten Aufgaben ausgestattet.

Dann hieß es Bühne frei für ein kleines Sitzungsprogramm, ehe die neuen närrischer Herrscher dem Rathaus wieder den Rücken kehrten und gezielt in der winterlichen Kälte ihre Hochburgen ansteuerten.
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