Hässliche Hügel: Nicht immer ist der Maulwurf schuld

Von: jb
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Nach einer Zeit entstehen unschöne Flecken im Gras: Maulwurfshügel verteilt man am besten gleich mit dem Rechen. Foto: Julia Bäumler

Nordeifel. Man schaut aus dem Fenster in den Garten und ärgert sich schwarz: alles voller Maulwurfshügel. Gerade in der Zeit bevor die fröstelnde Kälte einbricht, scheint der Maulwurf besonders aktiv zu sein und den ganzen Garten umgraben zu wollen.

Doch man kann beruhigt sein, sobald der Frost einsetzt verzieht sich der Maulwurf in die unterste Schicht der Erde und verbringt dort den Winter. Er ernähre sich in dieser Zeit von den Würmern, die er zuvor in seinen Vorratskammern sammelte, berichtet Hermann Carl, Leiter der Rollenden Waldschule. Damit keiner der Leckerbissen fliehen kann, beiße er ihm vorne und hinten ein Stück ihres Körpers ab. Somit bleibe der Regenwurm zwar am Leben, liege aber wie gelähmt in der kleinen Erdhöhle und müsse warten bis er verspeist wird.

So verbringe der Maulwurf den ganzen Winter bis der Sommer anbricht und er in die obere Erdschicht zurück kehren kann. In der Zeit zwischen diesen beiden Perioden leistet der Maulwurf ordentlich Arbeit und säubert die Gänge der oberen Schicht für den Sommer bzw. der unteren Schicht für den Winter. Da der Frost bis jetzt noch nicht in den Boden übergegangen ist, sei der Maulwurf noch kräftig bei der Arbeit und schiebe die winterlichen Gänge frei.

Ungeliebtes Endprodukt

Das Endprodukt ist bekannt: Übernatürlich viele Maulwurfshügel entstehen über der Erde und in vielen Gärten. Keine Methode ihn zu vertreiben scheint zu gelingen, wobei zu beachten ist, dass der Maulwurf unter Artenschutz steht und somit nicht gefangen werden darf.

Hermann Carl gibt allen Gartenbesitzern die mit diesem Problem zu kämpfen haben, daher den Tipp, einen Erdhügel sofort mit dem Rechen auf der Wiese zu verteilen, sobald er auf der Wiese erscheint. Nach ein bis zwei Schauern sei von dem störenden Hügel nichts mehr zu erkennen. Warte man jedoch zu lange, so ersticke das Gras unter dem Hügel und es entstehe ein hässlicher Fleck.

Doch man sollte nicht zu schnell den Maulwurf für die unschöne Gartengestaltung verurteilen. Denn oft stecke jemand ganz anderes dahinter – nämlich die Wühlmaus.

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