Roetgen - Guter Dinge in den Wahlkampf

Guter Dinge in den Wahlkampf

Von: heg
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Sie sehen der Landtagswahl optimistisch entgegen: Stefan Kämmerling ( 3. v.l.) als Kandidat für den Wahlbezirk Aachen II kann sich der Unterstützung der Roetgener Genossen mit dem Fraktionsvorsitzenden Klaus Onasch, Bürgermeister Manfred Eis und dem Parteivorsitzenden Helmut Mulorz sicher sein. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Eigentlich sollte es eine ganz normale Mitgliederversammlung sein, zu der die Roetgener SPD am Freitagabend in den Eifelkeller der Roetgen Therme eingeladen hatte. Neben den Regularien sollte das Schwerpunktthema demografischer Wandel behandelt werden.

Mit der Einladung des stellvertretenden Unterbezirksvorsitzenden Stefan Kämmerling, der bei den Landtagswahlen 2010 nur äußerst knapp dem CDU-Kandidaten Axel Wirtz unterlegen war - es fehlten am Schluss gerade einmal 541 Stimmen - , reagierten die Roetgener Genossen jedoch schnell auf die jetzt anstehenden Neuwahlen in NRW.

„Die SPD strebt keine Neuwahlen an, fürchtet sie aber nicht”, führte Vorsitzender Helmut Mulorz mit einem in den letzten Tagen zu einem geflügelten Wort gewordenen Zitat in das neue Thema ein. „Da hat meine Stimme gefehlt”, kommentierte Kämmerling augenzwinkernd das Abstimmungsergebnis in Düsseldorf. Bereits wenige Minuten nach dem Scheitern der rot-grünen Minderheitsregierung habe er einen Anruf des Unterbezirksvorsitzenden Martin Peters erhalten mit der Bitte, sich wieder als Kandidat für den Wahlkreis Aachen II, zu dem neben Stolberg und Eschweiler auch die drei Nordeifel-Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath gehören, zur Verfügung zu stellen.

„Wer auch immer mein Gegenkandidat wird, ich habe keine Angst davor”, erklärte er in Anspielung auf die kurzzeitigen und inzwischen beigelegten Kandidaten-Querelen bei der CDU. „Der Ball liegt bei uns”, blickte er auf die nächsten 58 Tage, die der SPD nun bleiben, die gute Bilanz der Landesregierung in den letzten zwei Jahren zu kommunizieren.

Der Schulkonsens sei gerade für die Nordeifel ein ganz wichtiges Thema und Bildung und Bildungsgerechtigkeit stünden weiterhin ganz oben auf der Agenda der SPD. Die Wahl am 13. Mai sei auch eine Entscheidung für oder gegen Studiengebühren, für oder gegen ein beitragsfreies Kita-Jahr, betonte er.

„Die Euphorie ist sensationell”, freute sich Stefan Kämmerling über eine tolle Stimmung bei den Genossen. Auch der Unterstützung der Roetgener Parteifreunde könne er sich sicher sein, bekräftigte Fraktionsvorsitzender Klaus Onasch. Er sieht die SPD gut aufgestellt, die Chancen seien ungleich besser als vor zwei Jahren. Rot-Grün habe in Düsseldorf geräuschlos viel Sacharbeit geleistet, sieht auch Bürgermeister Manfred Eis die Weichen gut gestellt.

Den Bürgerinnen und Bürgern in der Nordeifel müsse deutlich werden, was sie persönlich von einer Landesregierung unter Hannelore Kraft haben. So seien zum Bespiel auch „weiche Standortfaktoren” wie die U3-Betreuung für die Entwicklung des ländlichen Raums wichtig und auch diese trage die Handschrift der SPD.

Stefan Kämmerling ist in seiner Heimatstadt Eschweiler Vorsitzender des größten SPD-Stadtverbandes im Unterbezirk Kreis Aachen. Kommunalpolitische Erfahrung hat er hier seit mehr als zehn Jahren zunächst als sachkundiger Bürger und später als Rats- und Ausschussmitglied mit Schwerpunkt Finanzen im Stadtrat gesammelt. Als Banker ist dem 35-Jährigen auch beruflich der Umgang mit Geld vertraut.
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