Gute Lernumgebung mit kleinen Klassen

Von: Barbara Berger
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Wilfried Conventz und seine Söhne Bernd, Christian und Eric vor dem Erweiterungstrakt und Richtkranz der Privatschule an der Ecke Jennepeterstraße/Hauptstraße in Roetgen. Foto: Barbara Berger

Roetgen. Auf dem Dach des neuen Erweiterungstraktes der Privatschule Conventz in Roetgen wehen die bunten Bänder des Richtkranzes im nachmittäglichen Sonnenlicht. Mit dem Richtfest für den Rohbau fand ein ehrgeiziges Projekt seinen vorläufigen Höhepunkt.

„Heute ist ein großer Tag für uns”, stellt ein zufrieden aussehender Bauherr Wilfried Conventz fest, während er die geladenen Gäste, darunter die Vertreter der Fraktion und Bürgermeister Manfred Eis, durch den Rohbau führt.

Dieser lässt schon jetzt ahnen, unter welchen angenehmen Bedingungen die momentan 130 Schüler bald lernen können: Hohe Glasfassaden auf zwei Seiten sollen natürlich erhellte, lichtdurchflutete Räume garantieren: „Hinter dieser Gestaltungsidee stand neben dem ansprechenden und praktikablen Design auch der Gedanke des Energiesparens”, erläutert der Bauherr, der betont, dass bei der Umsetzung dieser Ideen ausschließlich auf moderne Technik zurückgegriffen worden sei.

So könnten sowohl die Rollos an den Glasfronten wie auch das Licht in den Klassenzimmern durch ein ausgeklügeltes System der Gebäudeleittechnik gesteuert werden. Auf zwei weitläufigen Stockwerken werden insgesamt 17 Klassenzimmer entstehen, die durch Parkettböden eine helle, freundliche Atmosphäre gewährleisten. Die oberste Etage bleibt der Verwaltung vorbehalten.

Insgesamt sind durch den Neubau 2700 zusätzliche Quadratmeter an Nutzfläche entstanden. Zwei Aulen, von der eine mit einer portablen Bühne für Schulvorführungen ausgestattet wird, bieten genug Platz, um dort beispielsweise das Mittagessen der Kinder zu servieren.

Viele Gedanken habe er sich über die Gestaltung des Gebäudes gemacht, so Conventz. Schließlich wollten er und seine Söhne, Bernd, Christian und Eric, die an der Verwaltung der Schule beteiligt sind, „eine gute Lernumgebung mit kleinen Klassen” schaffen. Dazu gehört auch, dass außerhalb der Klassenräume Granit-Naturstein verarbeitet werden soll, der im Winter durch eine eingebaute Fußbodenheizung voraussichtlich für eine angenehme Lerntemperatur sorgen wird.

Dass die Privatschüler, die zukünftig in erster Linie im Neubau unterrichtet werden sollen, Annehmlichkeiten zu erwarten haben, von denen Schüler öffentlicher Bildungseinrichtungen nur träumen können, muss auch Wilfried Conventz zugeben.

Gleichzeitig betont er, dass sich die Schule allein über die Elternbeiträge finanziere und keinerlei Zuschüsse des Landes erhalte. Als Eliteschule möchte er die Privatschule Conventz, die seit 2002 staatliche Ergänzungsschule anerkannt ist, jedoch nicht verstanden wissen: „Wir richten uns an alle Einkommensschichten.”

Dass der Bedarf nach privater Förderung außerhalb des öffentlichen Schulsektors immens ist, zeigt sich an der rasenden Expansion der Schule in den vergangenen Jahren: Angefangen hat alles mit nur vier Schülern in dem familieneigenen Haus in der Greppstraße.

Nachdem Wilfried Conventz erst im Jahr 2003 das alte Kloster übernommen hatte und bereits im darauffolgenden Jahr aus dem Schulzentrum in der Greppstraße dorthin übergesiedelt war, stellte sich schnell heraus, dass die Grenzen der Kapazität erreicht waren. So formte sich zusehends die Idee anzubauen.

Zwar zeigte sich Bürgermeister Manfred Eis zunächst ”überrascht von der Dimension des Plans”, wie er im Rahmen des Richtfestes zugibt, aber der Bauherr selbst ist stets zuversichtlich geblieben: „Wir waren uns von Anfang an sicher, wohin die Entwicklung gehen würde”, erinnert er sich. Aus aktuell 130 Schülern können so nun, nach Fertigstellung des Erweiterungstraktes, in einigen Jahren rund 300 werden.

Weihnachtsbaum in der Aula

Während der Neubau noch weitgehend im Stadium eines Rohbaus ist, hat der Bauherr den Umzug bereits fest im Blick: „Ich wünsche mir, dass schon dieses Jahr unser Weihnachtsbaum in der Aula aufgestellt werden kann”, so Conventz. Ende Januar sollen die Bauarbeiten weitgehend beendet sein.

Das alte Gebäude wird dann in erster Linie als Lernort mit Übungsräumen verwendet werden. Ein Dank seitens des Bauherrn ging beim Richtfest an die Gemeindeverwaltung, die dem Projekt von Anfang an sehr offen gegenüber gestanden habe.
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