Güllefass kommt ins Schlingern: 1000 Liter laufen auf Talsperre zu

Von: P. St.
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Ins Schlingern geriet am Montagabend auf der Bergstraße in Lammersdorf ein Traktor (re.) mit angehängtem Güllefass. Der Güllebehälter wurde beschädigt, und rund 1000 Liter liefen aus. Die Gefahr für das Trinkwasser konnte aber rechtzeitig gebannt werden. Foto: psm

Lammersdorf. Eine äußerst kritische Situation gab es Montagabend auf der Bergstraße in Lammersdorf. Ein Landwirt aus Raffelsbrand, der mit seinem Traktor und einem angespannten Güllefass die Straße gegen 18.45 Uhr talwärts fuhr, geriet plötzlich ins Schlingern.

Dies führte dazu, dass das gefüllte 10.000-Liter-Fass so stark auf den Traktor einwirkte, dass dieser um 180 Grad gedreht wurde und dann gegen das Güllefass schlug. Weitere Verkehrsteilnehmer waren nicht beteiligt.

Der Behälter schlug im unteren Teil leck, so dass die Gülle austrat, die Bergstraße abwärts lief und dann in der Straßenentwässerung landete. Dank schneller Reaktion von Wasserverband Eifel-Rur, Umweltamt der Städteregion und Ordnungsamt der Gemeinde Simmerath konnte verhindert werden, dass Schadstoffe in die rund 600 Meter entfernte Kall gelangten und damit auch das Trinkwasser in der Kalltalsperre bedroht hätten.

Über die Oberflächenwasserkanalisation konnten die rund 1000 ausgelaufenen Liter Gülle in ein Regenauffangbecken geleitet werden, das sich kurz vor der Gruppenkläranlage Simmerath im Kalltal befindet. Hier wurden die Schieber geschlossen und auch noch ein Dichtkissen eingesetzt. Damit konnte eine Gefährdung des Trinkwassers verhindert werden.

Auf Anordnung der Unteren Wasserbehörde wurde das Regenbecken umgehend leergepumpt und ebenso die bis zum Becken führende Kanalleitung ab der Bergstraße gespült. Die Feuerwehren aus Lammersdorf und Rollesbroich war mit 25 Einsatzkräften vor Ort, die auch für die Reinigung der Fahrbahn sorgten. Gegen 23 Uhr war der Einsatz beendet.

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