Konzen - Grundsteinlegung in Konzen: Familienzentrum im August fertig?

Grundsteinlegung in Konzen: Familienzentrum im August fertig?

Von: P. St.
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Der Grundstein wird gelegt: Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter nahm an der Seite von Städteregionsrat Helmut Etschenberg den offiziellen Akt der Grundsteinlegung am neuen Familienzentrum Konzen vor. Foto: P. Stollenwerk

Konzen. Nicht unnötig in die Länge ziehen wollten die Beteiligten am Donnerstagmorgen den offiziellen Akt der Grundsteinlegung am neuen Familienzentrum Konzen. Die neue Vorzeigeeinrichtigung der Städteregion Aachen soll in rund zehn Monaten, pünktlich zum im August 2018 startenden neuen Kindergartenjahr, bereits bezugsfertig sein.

Das ist ein sportlicher Zeitplan, und deshalb standen die Mitarbeiter des Bauunternehmens auch bereits in Wartestellung, um nach der kleinen Feierstunde am Feuerbach gleich wieder zur Tat zu schreiten. Denn ehe der Rohbau begonnen wird, müssen zunächst einmal 5500 Kubikmeter Erdreich bewegt werden. Das entspricht 275 Sattelzügen.

„Viele Schaufeln haben wir extra mitgebracht“, wir buddeln hier und graben dort, das wird ‘ne wahre Pracht“, sangen die Kindergartenkinder, die diese Zeile dann später auch tatkräftig umsetzen konnten. Nachdem Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Schatulle mit einer Zeitung vom Tage, einigen Münzen und einem Bauplan in den vorbereiteten Grundstein gelegt hatte, durften die Kinder das Loch mit Sand füllen.

„Eure Erwartung wird bald erfüllt“, versprach Städteregionsrat Helmut Etschenberg den Kindern, die mit der morgendlichen Herbstsonne um die Wette strahlten. In Konzen habe man die Herausforderung für einen Neubau angenommen, „auch wenn das viel Geld kostet.“ Den ambitionierten Zeitplan wolle man einhalten, und die hier investierten 3,5 Millionen Euro bezeichnete Etschenberg als „gut angelegtes Geld“.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter sprach von einer guten Entscheidungsvorbereitung, und bei der Neubau-Lösung wisse man auch um die Rückendeckung der Eltern. „In Konzen wird Zukunft gebaut“, sagte Ritter stolz und freute sich auch über Solidarität mit der Stadt Monschau bei diesem Projekt: „Wenn die Eifeler zusammenhalten, dann finden wir auch Mehrheiten in der Städteregion.“

Diesem Dank schloss sich im Namen der Konzener Bevölkerung auch Ortsvorsteher Matthias Steffens an.

Mit beeindruckenden Zahlen wartete Sander Lutterbach, der Leiter des städteregionalen Bauamtes auf. 600 Meter Bauzaun umschließen das Grundstück in Top-Lage. Drei Firmen hätten sich an der Ausschreibung beteiligt, und ein ortsansässiges Unternehmen habe den Zuschlag erhalten. Wie sehr das Digitalzeitalter auch bei den erdverbundenen Tiefbauern Einzug gehalten hat, machte Lutterbach an der Positionierung des Baggers deutlich, dessen Löffel während der Feierstunde dank GPS-Unterstützung exakt in der Höhe des späteres Daches positioniert worden war.

So konnten die Gäste bereits eine konkrete Vorstellung von der späteren Lage des Baukörpers entwickeln. Das Gebäude entsteht in monolitischer Bauweise, d. h. unter Verwendung von groß dimensionierten Bauteilen. 500 Kubikmeter Beton und 50 Tonnen Stahl werden für Standfestigkeit sorgen.

Sebastian Heyn, der neue Leiter des städteregionalen Jugendamtes, sprach von einem „besonderen Ereignis“ zu Beginn der neuen Tätigkeit. Vor Ort werde ein multiprofessionelles Team tätig sein. Er sprach von einer „qualitativ hochwertigen Betreuung“. 100 Plätze in fünf Gruppen, darunter 23 U3-Plätze würden hier zur Verfügung stehen.

Unter dem Gesichtspunkt der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei das Familienzentrum von 7 bis 16.30 Uhr geöffnet. Als zertifizierte Einrichtung solle es Anlauf- und Beratungsstelle für alle Eltern sein sowie Hilfe in den unterschiedlichen Lebensphasen anbieten.

Die Einhaltung des Bauzeitenplans ist zwingend erforderlich, denn zum neuen Schuljahr muss das Familienzentrum seine derzeit noch mit zwei Gruppen belegten Räume im Grundschulgebäude räumen, weil ab dann das erste und zweite Schuljahr der Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich/Konzen von Imgenbroich nach Konzen umzieht, wie es der Schulentwicklungsplan der Stadt Monschau vorsieht.

Die ersten Überlegungen für den Mehrbedarf des Kindergartens beschäftigten sich mit einem Erweiterungsanbau am bisherigen Standort. Aus mehreren Gründen wurde dann im Einvernehmen mit allen Beteiligten die Neubau-Lösung bevorzugt.

Über den Fortschritt des Projektes wird unter www.staedteregion-aachen.de/jugendamt-aktuell laufend weiter informiert.

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