Grundschulkinder lernen Informatik an der RWTH

Von: Martina Stöhr
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Zum Abschluss gab es sogar ein Zertifikat: Professor Seidl verabschiedet seine 16 jungen „Studenten”. Foto: Harald Krömer

Aachen. Begeisterung auf beiden Seiten: Die Professoren freuen sich, wie gut die Jungen und Mädchen mitgearbeitet haben, und die Schüler ihrerseits haben mehr als eine Anregung mit nach Hause genommen. Die vierte Auflage von „Helle Köpfe in der Informatik” hat allen Beteiligten ganz offensichtlich großen Spaß gemacht.

16 begabte und hochbegabte Grundschulkinder aus der Region Aachen hatten sich im Informatikzentrum der RWTH Aachen an der Ahornstraße eingefunden, um dort an sechs Nachmittagen die unterschiedlichen Facetten der Informatik kennenzulernen. „Denn Informatik ist mehr, als nur vor dem Computer zu sitzen und beim Programmieren viereckige Augen zu bekommen”, betont der Leiter des Zentrums, Prof. Thomas Seidl.

Suchen und Sortieren

Und die Botschaft scheint angekommen zu sein. Der neunjährige Arne aus Burtscheid kann sich jetzt durchaus vorstellen, später einmal Informatik zu studieren. Besonders gefallen hat ihm das Thema „Suchen und Sortieren”. Dabei konnten die Schüler die Konzepte der Informatik am eigenen Leib erfahren. Zur Belohnung für ihre fleißige Mitarbeit bekamen die Jungen und Mädchen Teilnahme-Urkunden. Und sie nahmen eine kleine Liste von „Links” mit nach Hause, die ihnen helfen soll, das Gelernte am Computer zu vertiefen. Ein geeignetes Informatikbuch für Kinder habe man allerdings nicht gefunden, erklärte Helen Bolke-Hermanns vom Lehrstuhl für Informatik. Deshalb überlege man am Lehrstuhl, selbst eines herauszugeben.

Das Projekt „Helle Köpfe in der Informatik” wird im Rahmen des „Aachener Modells” zur frühen Förderung besonders begabter Kinder von der Fachgruppe Informatik der RWTH Aachen ausgerichtet und von der Bürgerstiftung Aachen unterstützt. Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit hatte Ursula Norbisrath, Schulleiterin aus Eschweiler.

Die Schülerinnen und Schüler lernten Kara, den programmierbaren Maikäfer kennen, suchten die sprichwörtliche Nadel in einem virtuellen Heuhaufen und ergründeten, ob eine zerkratzte CD noch abspielbar ist. Die zehnjährige Hannah aus Stolberg will zwar nach wie vor nicht Informatik studieren, ist aber dennoch begeistert. „Ich habe ein anderes Bild von der Informatik bekommen”, sagt sie.

Hoffnung auf Nachwuchs

Über soviel Begeisterung und Interesse seitens der Nachwuchsstudenten kann sich Professor Seidl nur freuen. „Es hat uns eine unglaubliche Freude bereitet, mit den Jungen und Mädchen zu arbeiten”, sagt er. Das allerdings nicht ganz uneigennützig, denn er hofft natürlich, dass der ein oder andere später einmal als Student an das Informatikzentrum zurückkehrt.
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