Grundschulkinder besuchen Monschauer Tafel

Von: pia
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Die Kinder der Grundschule Imgenbroich mit ihrer Lehrerin Sandra Retzlaff, der Referendarin Sarah Becker und dem Vorsitzenden der Monschauer Tafel, Georg Kaulen. Foto: Pia Sonntag

Imgenbroich. Die Schülerzeitungsredaktion der Grundschule Imgenbroich-Konzen besuchte im Rahmen eines Fotostory-Wettbewerbs mit dem Thema „Essen im Eimer – Wertschätzung von Lebensmitteln“ am Mittwoch die Monschauer Tafel.

Nachdem sie in der Schule eine kurze Einführung in Technik und Tricks beim Fotografieren bekamen, nahmen die Kinder beim Besuch der Tafel verschiedene Rollen wie Fotograf und Regisseur ein. Sie dachten sich die Geschichte aus, dass der kleine Paul ein Supermarktchef sei, der die Nahrung, die er nicht mehr verkaufen kann an die Tafel abgibt. Vorher mussten die anderen Kinder ihn von diesem Vorhaben überzeugen.

Warum die Tafel für viele Menschen lebensnotwendig ist, erklärte Georg Kaulen, der Vorsitzender Monschauer Tafel. Derzeit würden rund 60 Mitarbeiter 600 Leute betreuen, die auf die Essensabgabe angewiesen seien. Die Aufgaben der freiwilligen Helfer umfassen das Einsammeln der Lebensmittel oder Gebrauchsgegenstände wie Hygieneartikel in verschiedenen Filialen sowie die Sortierung und Ausgabe von Ware.

Teilweise müssten die Produkte zubereitet oder aussortiert werden. Der ganze Prozess würde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. „Wir Helfer können nur das Nötigste zum Leben beitragen. Die Leute stehen meistens schon lange vor der Ausgabezeit Schlange vor der Tür und müssen auf Grund des Andrangs an manchen Tagen bis zu zwei Stunden warten. Ich würde mir wünschen, dass wir noch mehr Personal für die Betreuung der Bedürftigen hätten, “ sagte Kaulen.

Sie würden versuchen, gerade die berufstätigen und älteren Mitarbeiter nicht zu überlasten. Die Frage, ob sie momentan auch Flüchtlinge betreuen würden, verneinte er. In der Erstaufnahme würden die Flüchtlinge eine Vollversorgung erfahren und nur die Asylanten, die fest in Monschau wohnten, würden die Tafel in Anspruch nehmen.

Fakt sei, dass die Anzahl der Hilfsbedürftigen in den letzten Jahren gestiegen sei. Deswegen wären sie für jede noch so kleine Spende dankbar, um den Hilfsbedürftigen ein bisschen mehr Lebensqualität schenken zu können.

Die Kinder fanden die Stunde sehr lehrreich. In Zukunft werden sie nicht mehr so schnell ihr Pausenbrot wegwerfen, sondern die Lebensmittel viel mehr wertschätzen, waren sich alle einig.

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