Grundschule Roetgen wird zum Drehort: Noch Statisten gesucht

Von: Max Stollenwerk
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Beispielszene: Das Musikvideo wird im „Mannequin-Challenge-Stil“ produziert, die Darsteller müssen dabei unbeweglich ihre Positionen halten. Um den „Stillstandeffekt“ zu verstärken, wird im Nachgang auch noch Computertechnik eingesetzt. Foto: Dennis Fassbaender
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Sie starten in ein spannendes Projekt: Hobbymusiker Christopher Albrecht (r.) und Videoproduzent Dennis Fassbaender aus Roetgen drehen ein gemeinsames Musikvideo. Foto: Max Stollenwerk

Roetgen. „Es ist nicht entscheidend, welche Hautfarbe oder Religion ein Mensch hat, denn es geht darum, dass wir zusammen vorankommen und uns gegenseitig respektieren“, erklärt Christopher Albrecht die Intention seines selbst geschriebenen Liedes „Hautfarbe Mensch“.

Im Oktober des vergangenen Jahres hat der 28-Jährige Roetgener, dessen große Leidenschaft die Musik und dabei hauptsächlich der Rap ist, sein jüngstes Album veröffentlicht, auf dem auch das Lied „Hautfarbe Mensch“ erschienen ist. Diesen Song wird Albrecht, der sich den Künstlernamen „Homerun“ gegeben hat, am kommenden Sonntag, 22. Januar, um 10 Uhr gemeinsam mit Dennis Fassbaender in einem Musikvideo in Bild und Ton darstellen.

„Wir haben uns als Drehort für unser Musikvideo die Grundschule in Roetgen ausgesucht, weil dort alle Menschen zusammenkommen, genauso, wie es auch in dem Song beschrieben wird“, sagt Albrecht. Zudem sei das Thema rund um die Flüchtlingssituation und Diskriminierung von Menschen in Deutschland eine aktuelle Thematik, die man in allen Medien vernehme. In seinem Song bezieht der Interpret einen klaren Standpunkt: „Welche Herkunft, welche Farbe, woher stammt dein Name, ist doch alles so egal, niemand ist hier illegal“, lautet die Kernbotschaft.

Mit Dennis Fassbaender hat er nun einen geeigneten Partner für den Dreh gefunden. „Wir haben uns zufällig über ein Treffen bei einer Fotografin kennengelernt“, erzählt Albrecht über den 34-Jährigen, der sich auf das Drehen von Videos mit besonderen visuellen Effekten spezialisiert hat.

„Ich suche immer neue Herausforderungen und so war es mir sehr recht, als Christopher auf mich zukam und vorschlug, gemeinsam ein solches Video zu produzieren“, erzählt Fassbaender, der ausgebildeter Maschinenbauer und Elektriker ist. Beiden ist anzumerken, dass sie Spaß an der Sache haben und sich auf „ein spannendes Projekt freuen“, das für die beiden zwar alles andere als Neuland, aber dennoch kein Alltagsgeschäft ist, wie sie betonen.

Denn die beiden werden das Video im „Mannequin-Challenge-Stil“ drehen. Dabei wird der Effekt erzeugt, dass die Zeit stehengeblieben ist, so dass die Protagonisten absolut unbeweglich posieren müssen und das Video Stück für Stück entsteht. Dieser Effekt des Stillstandes wird anschließend durch den Einsatz von computergestützten Spezialeffekten verstärkt, so dass ein technisch hohes Niveau erreicht wird.

Noch Statisten gesucht

„Wir suchen für unser Video noch den einen oder anderen Darsteller für eine kleine Nebenrolle. Gerne können das auch Menschen mit Migrationshintergrund sein, denn genau dieses Zusammenleben möchten wir darstellen“, betont Albrecht, der sich über ein paar zusätzliche Freiwillige freuen würde. „Zehn bis zwölf Darsteller haben bereits zugesagt, perfekt wären um die 20, wobei nach oben keine Grenzen gesetzt sind“, so Albrecht.

Und auch um das leibliche Wohl der Darsteller werde er sich kümmern, sagt er augenzwinkernd. Angst vor einer solchen Rolle müsse im Übrigen niemand haben. „Man benötigt keine schauspielerischen Qualifikationen oder Vorkenntnisse“, versichert Dennis Fassbaender.

„Vielmehr hat man einmal selbst die Möglichkeit zu sehen, was hinter der Produktion eines solchen Musikvideos steckt, die Technik kennenzulernen und ein spannendes Aufgabenfeld hautnah zu erleben“, erläutert er den Reiz des Projektes. Man solle lediglich ein paar Stunden Zeit mitbringen, um den Rest kümmern sich Christopher Albrecht und sein Partner.

Für den Dreh am kommenden Sonntag habe sich auch Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss als Zuschauer angekündigt, erzählt Albrecht. „Wir werden ihm vielleicht auch eine Statistenrolle anbieten, aber ob er sie annimmt, müssen wir abwarten“, sagt er scherzhaft.

Wer kurzfristig noch Interesse an einer kleinen Rolle in dem Musikvideo hat, kann sich unter E-Mail: albrecht_christopher@web.de melden oder sich auf der Internetseite www.df-vfx.de über das Projekt informieren. „Gerne kann jeder, der an dem Projekt interessiert ist, aber auch am Sonntag spontan vorbeikommen“, sagt Albrecht.

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