Grundschule Imgenbroich-Konzen: „Komm mal in die Eifel – hier ist Platz!“

Von: hes
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Im Rahmen des Projekts „Zeitung und Schule“ haben die Viertklässler der Grundschule Imgenbroich-Konzen mit großem Interesse den Lokalteil studiert – und dabei entdeckt, dass derzeit oft über ein drohendes Verkümmern der Dörfer berichtet wird. Das war Grund genug für die Nachwuchsjournalisten, einmal etwas Werbung für die Heimat zu machen. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Wie kann man die Eifel für junge Familien attraktiver machen? Diese Frage ist mit Blick auf den demografischen Wandel auch in unserer Lokalzeitung aktuell ein Dauerthema. Und dies fragte sich unlängst auch der CDU-Ortsverband Kalterherberg angesichts vieler Leerstände im Dorf.

Doch nicht nur die Erwachsenen grübeln darüber nach, wie der Verfall der Dörfer gestoppt werden kann. Nachdem sich Schüler des Abiturjahrgangs am St.-Michael-Gymnasium am Beispiel Kalterherberg mit dem Thema „Sterbende Dörfer?“ befasst haben (wir berichteten), war die Wertschätzung der eigenen Heimat nun auch ein Thema für Viertklässler.

Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich-Konzen nehmen derzeit am Projekt „Zeitung und Schule“ teil. Und was sie im Lokalteil dieser Zeitung lasen, konnten sie kaum glauben: „Die Eifel bekommt ein Nachwuchsproblem! Das kann doch nicht sein!“, meinen die Kinder.

Stadt- und Landleben verglichen

Nach einem Vergleich von Stadt- und Landleben wurde ihnen schnell klar: Die Eifel hat für junge Familien eine Menge zu bieten. Doch wie vermittelt man das den Erwachsenen, die es ja offenbar nicht wissen? Auch hier war eine Antwort schnell gefunden: „Wir schreiben einen Zeitungsartikel, damit es alle erfahren.“

Unter der Überschrift „Hey Du, komm mal in die Eifel!“ und dem Untertitel „Suchen Sie einen Ort zum Bauen? In der Eifel ist Platz!“ dachten die Viertklässler in die verschiedensten Richtungen, um dem Problem zu Leibe zu rücken.

Anna Lena und Linus schwärmen: „In der Eifel gibt es Natur, Spiel und Spaß für die ganze Familie. Wenn Sie einen Ort suchen, wo Natur ist, und Sie lieber draußen als drinnen sein wollen, dann kommen sie in die Eifel. Hier ist der Nationalpark, wo Sie in der schönen, freien Natur wandern können. Aber Supermärkte und Klamottenläden und alles, was man braucht, hat die Eifel auch. Haben Sie es satt, in einer Stadt ohne Garten zu wohnen? Wer schon immer in der Stadt von einem Garten geträumt hat, ist hier an der richtigen Adresse!“

Lotta und Jason ergänzen: „Wenn Du auf Schifffahrten stehst, dann ist der Rursee genau richtig für dich. Hast du Kinder? Dann haben wir Freizeitangebote für die Kinder und Dich. Hier sind zwar nicht alle Geschäfte hintereinander, aber dafür musst Du fast nie an einer Ampel halten. Hier kannst Du schön wohnen, ohne dass einer Dein Fahrrad klaut. Hier kannst Du deinen Kindern viel beibringen, weil die Straßen nicht so voll sind. Es gibt wunderschöne Wanderwege, die man mit Kindern oder mit Hunden gehen kann. In der Stadt gibt es nicht so viele Bauernhöfe, wo man frische Milch holen kann. Auf dem Land kennt jeder jeden – das finden wir toll!“

Christian bringt es auf den Punkt: „Die Eifel bietet die perfekte Kombination aus billigem Wohnen und Naturerlebnissen. Sie bietet somit eine echte Alternative zum Stadtleben.“ Er wirbt: „Immobilien sind in der Eifel sehr preiswert. Wer alte Bauten sucht, wird in der Eifel, besonders in Monschau fündig. Dort gibt es nicht nur alte Häuser, sondern auch eine Burg, die majestätisch über der Stadt thront.“

Fynn und Julia weisen darauf hin: „Auf der Burg finden oft Konzerte statt! Außerdem gibt es in der Altstadt von Monschau sehr viele Geschäfte, wo man gut essen und trinken kann. Und man kann in Monschau schwimmen gehen. Für die Shopping-Leute kann man in Imgenbroich und in Simmerath sehr schön einkaufen gehen. Im Druckereimuseum in Imgenbroich kann man tolle Filme sehen. In Monschau gibt es auch viele Schulen, wie die Mädchenrealschule, das Gymnasium und die normale Hauptschule.

Lukas, Mara und Selina hat es die Umgebung des Hohen Venns angetan: „Wenn wir uns Monschau und seine Umgebung anschauen, sehen wir das Hohe Venn mit seinen vielen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten. Aber man muss gut aufpassen, wo man hintritt, denn es ist sehr sumpfig. Dennoch ist es schön. Seit langer Zeit gibt es in den Dörfern viele Buchenhecken, die früher als Windschutz für die Häuser dienten. Diese kleinen Orte sind gar nicht so langweilig, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.“

Sebastian und Kai räumen mit dem Vorurteil auf, man müsse zum Einkaufen weit fahren: „Es gibt auch in den einzelnen Orten eine Breitbandversorgung, wo alles drin ist was man braucht: Metzgereien, Bäckereien, Supermärkte, ein Baumarkt in Simmerath und bald einer in Imgenbroich. Katholische und evangelische Kirchen gibt es natürlich auch.“

Robert und Nick weisen auf Spiel und Spaß hin: „Im Wald kann man ausruhen und Fahrrad fahren. Es wurde der Ravelweg gebaut. Das ist ein sehr schöner Fahrradweg. Hier gibt es sogar einen Sportplatz, Spielplätze, eine Schule und einen Kindergarten. Hier ist ein guter Ausblick und hier stört kein Haus die Sicht. Außerdem können Kinder ohne Begleitung rausgehen und spielen. Es ist nicht weit bis Simmerath und nach Monschau, wo auch ein sehr schöner Weihnachtsmarkt ist.“

Die romantische Seite der Eifel beschreiben Tim und Anne: „Wir können auf dem Land die Sterne und die Sternschnuppen besser sehen als in der Stadt. Auf dem Land hat man mehr Ruhe und mehr Platz. Auf den Seen kann man Boot fahren oder im Sommer schwimmen gehen. Die frische Luft auf dem Land ist perfekt.“

Jonas kann in keinster Weise nachvollziehen, was junge Familien von Kalterherberg fernhält: „In Kalterherberg kann man noch alles ohne Auto erledigen. Es gibt noch viele Einkaufsmöglichkeiten wie zum Beispiel eine Metzgerei, eine Bäckerei, ein Blumengeschäft, ein Lebensmittelgeschäft und vieles weitere. Auch die Kirche, wegen ihrer zwei Türme auch Eifeldom genannt, passt sehr gut zum Dorf. Es gibt einen eigenen Kindergarten und eine Grundschule. Hier lebt man noch sehr ruhig und in der Natur, also ohne den Stress einer Großstadt.“

Nette Leute und Vereine

Elena, Lena und Franca sind überzeugt: „Wenn man in der Eifel wohnt, ist man glücklich. Sie können durch den ganzen Wald joggen. Wenn Sommer ist, kann man draußen gut spielen. Im Herbst haben die Erwachsenen viel Spaß, Kinder aber auch. Die meisten springen in den Blätterhaufen. Im Winter kann man Schlitten fahren. Hier ist es super toll! Tiere haben mehr Auslauf. Es gibt viele Vereine, wo man viel Spaß haben kann. Zum Beispiel Musikvereine, Turnvereine und so weiter. Die Schulen sind nicht so nah an den Hauptstraßen. Es gibt sehr nette Leute hier. Wir leben gern hier!“

Passende Schlussworte finden Lukas und Linus: „Wir hoffen, wir konnten Euch überzeugen, in die schöne Eifel zu ziehen. Glaubt uns, wir haben nicht zu viel versprochen!“

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