Höfen - Grundschüler gestalten mit beim Dorfpark

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Grundschüler gestalten mit beim Dorfpark

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Die Kinder packen an: Bei der Umgestaltung des Dorfparks engagieren sich mit ihrer Lehrerin auch die Höfener Grundschüler. Foto: Henrike Körber

Höfen. Wenn ein Haufen von 23 Kindern bestückt mit Harken die Hauptstraße entlang wandert, kann das schon einmal Verwunderung auslösen. Nicht so in Höfen. Die Kinder der Grundschule Höfen-Mützenich können kräftig anpacken. Das haben sie mit ihrer Lehrerin Katja Theißen im Dorfpark bewiesen.

Die Kleinsten haben mit Feuereifer ein naturnahes Blumenbeet angelegt. Nachdem sie die abgesteckte Fläche freigehackt hatten, wurden Pflanzen aus den Nachbarflächen ausgewählt und in die neue Fläche umgesetzt.

„Dieses Beet ist die erste Beobachtungsfläche“, so Henrike Körber vom Leader-Projekt DorfBioTop. „Im Laufe des Jahres werden sich Vertreter der Dorfgemeinschaft, der Stadt, der Schule, des Nationalparks Eifel und des Life-Projektes Patches & Corridors zusammensetzen. Dann wird mit Hilfe von Vorschlägen und eigenen Ideen eine endgültige Gestaltung entwickelt, die 2019 umgesetzt werden soll.“

Die praktische Umsetzung liegt in den Händen des ehrenamtlichen Fördervereins Golddorf Höfen. Der hat sich von Anfang an Unterstützung beim „Leader“-Projekt „DorfBioTop“ der Biologischen Station Städteregion Aachen geholt. Gemeinsamer Wunsch ist eine naturnahe Parklandschaft entstehen zu lassen, die dem allseits bekannten Insektensterben entgegenwirkt.

Die Stadt Monschau begrüßt die Eigeninitiative des Dorfes und das Anliegen des Leader-Projektes. „Wir sind froh, wenn hier die unterhaltungsintensive Parkanlage künftig naturnaher und weniger pflegeintensiv gestaltet wird“, sagt Björn Schmitz von der Stadt Monschau.

Allein bei den ersten Vorarbeiten auf der Fläche haben Ortsvorsteher Heinz Mertens und seine tatkräftigen Mitstreiter weit über 100 Arbeitsstunden investiert. 2017 wurde umfangreich entsiegelt und Licht geschaffen, damit eine Wildwiese und blühende Beete entstehen können. Selbstverständlich haben die „Biebesse“, mundartlich Schmetterlinge, wie die Höfener liebevoll genannt werden, die Idee des Life-Projektes „Patches & Corridors“ im Kopf. Was könnte wohl besser in das Dorf passen, als dem kleinen Feuerfalter Lebensraum-Trittsteine (Patches) und Wanderachsen (Corridors) im und durch das Dorf anzubieten.

Auch viele andere Arten im Dorf profitieren von solchen Trittsteinbiotopen, kleinen, eng benachbarten Lebensräumen, auf die man schnell hinüber hüpfen kann. Schon bei einfachen Kleinstlebensräumen, wie Nistkästen und bepflanzten Balkonkästen, stellen sich rasch Erfolge ein.

Wer die Artenvielfalt im Dorf fördern oder sich dafür engagieren möchte, kann sich übrigens gerne per E-Mail an henrike.koerber@bs-aachen.de wenden und im Rahmen des „Leader“-Projektes beraten und unterstützen lassen. Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite der Biologischen Station: www.bs-aachen.de.

 

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