Grüner Wunsch: 200 Solardächer plus in Roetgen

Von: Günther Sander
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„Mehr Sonne ins Haus und Geldsparen“, dazu ermuntern in Roetgen (von links) Reiner Priggen, Bernhard Müller, Stefan und Tobias Lebherz. Foto: Günther Sander

Roetgen. „Sonne nutzen, Geld sparen, Klima schützen“, dieses Motto hat sich der grüne Bürgermeisterkandidat Bernhard Müller für den bevorstehenden Wahlkampf auserkoren. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Reiner Priggen, setzte beim Info-Abend der Roetgener Grünen im „Scheärmull-Bräu“ noch eins drauf.

„Kein Mensch hat perse das Recht, dem Klima mehr Schaden zuzufügen als andere“ (Zitat von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in der „Zeit“ vom 4. Oktober 2007).

Roetgens Bürgermeisterkandidat Bernhard Müller wertete das Ergebnis des kürzlich stattgefundenen G7-Gipfels im bayerischen Ellmau, nämlich zwei Grad Maximal-Ziel Erderwärmung unbedingt einzuhalten, schon mal als einen Fortschritt. Er weiß natürlich, das sei nur durch eine weitgehende Dekarbonisierung der Wirtschaft, sprich Ausstieg aus der Verwendung von Kohle, Öl und Gas, zu erreichen.

Durch die Energiewende und Energieeinsparungen seien zahlreiche Arbeitsplätze neu entstanden, so Müller. „Und Deutschland ist da Vorreiter“, schob er nach. Auch der Bürger sei gefordert, was er tun könne. Das Klimaschutzgutachten für Roetgen mache deutlich, dass jeder Roetgener, ob klein, groß, jung, alt, sechs Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr erzeuge. „Damit sind wir zwar besser als der Bundesdurchschnitt, aber immer noch auf dem Niveau von China“, gab er zu verstehen. Entsprechend der Vorgaben des Bundes und der Umsetzung im Land NRW sei jeder Roetgener aufgefordert, schon bis 2020 deutlich seine CO2-Emission zu senken.

Bernhard Müller möchte mit der Info-Veranstaltung, zu der er sich Fachleute wie Reiner Priggen (MdL), Tobias Lebherz (öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Photovoltaik) und Stefan Lebherz (Fachingenieur für Heizsysteme) eingeladen hatte, zeigen, dass Klimaschutz nicht nur eine Verpflichtung zum Schutz unserer Lebensbedingungen sei, sondern jedem Bürger erhebliche finanzielle Vorteile bringe. Oder umgekehrt: Wer bei Strom und Wärme nicht auf die Sonne setze, könne auf die Dauer mehrere Zehntausend Euro verlieren.

Steuern sparen

Konkrete Hilfestellen kamen von den Gebrüdern Lebherz, sie erklärten, was sich besonders lohne, worauf man achten müsse und was alles koste, ob man Steuern sparen könne oder gar teilweise Zuschüsse erhalte. Bernhard Müller hat eigene klare Zielvorstellungen für Roetgen: „Dass in den nächsten Jahren mindestens 200 Roetgener Hausbesitzer zusätzlich die Chance der Umstellung auf Sonnenenergie nutzen.“

Priggen und die Herren Lebherz dokumentierten eine Vielfalt von Möglichkeiten anhand von Dias: Wie „Mehr Sonne ins Haus viel mehr als Photovoltaik“ sein könne. Der Hauptertrag fange nach der Amortisation an. Energiepreise steigen, Sonnentechnikpreise sinken.

Auch steuerliche Aspekte seien mit einem Gespräch beim Steuerberater sinnvoll. Und Bernhard Müller möchte durch die Vernetzung der Bürger, die auf Sonne ganz oder teilweise umstellen wollen, optimale Informationsbeschaffung, Erfahrungsaustausch organisieren und Kostenvorteile durch Gemeinschaftseinkauf erreichen und so die Rendite der Investition in die Sonnenenergie noch erhöhen.

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