Imgenbroich - Grünental: Reduzierte Planung räumt Bedenken aus

Grünental: Reduzierte Planung räumt Bedenken aus

Von: P. St.
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Das Gelände Grünental soll um Gebäude für therapeutische Behandlungen erweitert werden.

Imgenbroich. Die Stadt Monschau plant die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für den Bereich Grünental. Der Bebauungsplan soll Baurecht für eine therapeutische Hotelanlage für Burn-Out-Patienten schaffen. Der Grundstückseigentümer betreibt bereits seit vielen Jahren in den Niederlanden eine Klinik für diesen Patientenkreis.

Am Dienstag ist der Bebauungsplan auch Thema in der Sitzung des Naturschutzbeirates der Städteregion Aachen. Das Plangebiet umfasst eine Fläche von circa 1,7 Hektar. Der Planungsausschuss der Stadt Monschau fasste bereits im Juni 2014 einen Aufstellungsbeschluss für ein Bauleitplanverfahren, das das gesamte direkt am Rurufer gelegene Areal umfasste. Im Beteiligungsverfahren zeigte sich aber dann, dass die Planung den Belangen von Umwelt- und Naturschutz entgegensteht, so dass im Februar 2016 wurde ein erneuter Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit einem deutlich reduzierten Planbereich gefasst wurde.

Den zentralen Bereich bilden die Grundmauern der ehemaligen Tuchmacherfabrik „Grünental“ und den vorhandenen Bauwerken. Diese sind nach Aussage des Amtes für Denkmalpflege im Rheinland ein bedeutendes sozial- und wirtschaftsgeschichtliches Denkmal.

„Das geplante Vorhaben dient im Wesentlichen der Reaktivierung der historischen Baustruktur als Raum für eine neue Nutzung sowie der Erholung. Es sollen künftig ruhebedürftige Gäste beherbergt und therapiert werden. Hierfür ist neben Übernachtungsmöglichkeiten, Seminar- und Gymnastikräumen auch ein kleiner Wellness-Bereich erforderlich“, heißt es in der Darstellung der Städteregionsverwaltung für die heutige Sitzung.

Zwei Bauabschnitte

Es sind ein- bis zweigeschossige an das Landschaftsbild angepasste Gebäude geplant. Zunächst sollen zehn Zimmer für insgesamt etwa 20 Gäste realisiert werden. In einem zweiten Bauabschnitt sollen weitere Gästezimmer (für insgesamt 40 Gäste) errichtet werden.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Areal als Freizeit- und Campingplatz genutzt. Das Haupthaus wurde in den letzten Jahren saniert und dient nun als Wohnraum für den Eigentümer sowie als Gaststätte. Ein weiterer Planinhalt ist der geplante Lückenschluss des Rurufer-Radweges zwischen der Rurbrücke in Widdau und der Altstadt von Monschau und dessen verbindliche Absicherung.

Mit der geplanten Nutzung werde „wieder eine höhere Intensität und Frequentierung einhergehen. Eine über das Maß der Immissionen des ehemaligen Campingplatzes steigende Belastung auf das Umfeld ist jedoch nicht zu erwarten“, heißt es weiter in der Vorlage. Dies habe die artenschutzrechtliche Prüfung ergeben. Somit beständen aus Sicht der unteren Naturschutzbehörde keine Bedenken für Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans und dem Naturschutzbeirat wird empfohlen, sich dieser Stellungnahme anzuschließen.

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