Grüne wandern mit Trianel zum Rursee

Von: ho
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Klaus Stockschläger, Gisela-Kampshoff-Enderle und Gerd Britscho (v.l.) vom Vorstand des Simmerather Ortsverbandes von Bündnis90/Die Grünen debattierten auf der Mitgliederversammlung mit den Teilnehmer auch in Sachen Pumpspeicherkraftwerk, wozu natürlich auch Christa Heners (rechts) aus Roetgen Position bezog. Foto: Hoffmann

Simmerath/Lammersdorf. Wenn zur Versammlung einer Partei fast 60 Prozent der Mitglieder erscheinen, fällt dies zunächst einmal völlig aus dem Rahmen. Dieser Riesenzahl steht dann allerdings häufig bei kleineren politischen Volksvertretungen zum allgemeinen Erstaunen eine wesentlich geringere Mitgliederzahl gegenüber.

 Dies ist auch beim Simmerather Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen der Fall, die bei der letzten Kommunalwahl von 8300 gültigen 506 Stimmen (6,1 Prozent) holten und die sieben Parteimitglieder vorweisen können, von denen am Montagabend vier zur Mitgliederversammlung in der „Gaststätte Steverding“ erschienen waren.

Nichts desto trotz begrüßte Vorstandssprecherin Gisela Kampshoff-Enderle vierzehn Personen, da die Parteifreunde aus Monschau und Roetgen unter anderem mit Werner Krickel, Michael Schreiber und Christa Heners angereist waren. Zur Arbeit des Vorstandes erläuterte Kampshoff-Enderler, dass diese im Wesentlichen in der Ratsarbeit bestehe, „wo uns die Themen aber nicht ausgehen“. Als Beispiel führte sie den neuen Sportplatz im Zentralort, die Sekundarschule und das Pumpspeicherkraftwerk an. Klaus Stockschläger ergänzte hierzu: „Die Sachen werden im übrigen immer komplexer.“ Als hervorragend bezeichnete auch Stockschläger die Zusammenarbeit mit den Parteifreunden aus Monschau und Roetgen.

Es wurde zudem lobend erwähnt, dass die beiden Ratsmitglieder Kampshoff-Enderle und Stockschläger die Parteikasse durch Zuwendungen aus ihrer Ratstätigkeit füllen. Zur finanziellen Lage des Ortsverbandes hatte Schatzmeister Gerd Britscho dann gleichfalls Erfreuliches zu berichten. Mit Blick auf die sehr gesunde Kassenlage hielt er fest: „Wir können da sicher nicht klagen.“ So war es kein Wunder, dass die Entlastung des Vorstandes einstimmig erfolgte, und es bei der Neuwahl keine Überraschungen gab. Gisela Kampshoff-Enderle bleibt Vorstandssprecherin, zur Schriftführerin wurde Agi Majewski gewählt, Gerd Britscho wurde als Schatzmeister bestätigt und Klaus Stockschläger fungiert künftig als Beisitzer. Das Amt der Kassenprüfer üben in Zukunft Wolfgang Enderle und Gisela Breuer aus.

„Keine fremde Macht“

Natürlich stand auch das umstrittene Pumpspeicherkraftwerk am Rursee zur Diskussion, zu dessen Oberbecken in Strauch der Regionalrat vor kurzem seine Entscheidung bis Anfang Juni vertagt hatte. Laut Stockschläger habe man in dieser Sache versucht, die Wogen zu glätten. Als Seitenhieb auf die FDP ergänzte er: „Der Regionalrat schafft auch kein Baurecht, wie das vollmundig von der FDP im Rat verkündet wurde.“ Zur Information für die Öffentlichkeit wird man in Kürze in den Haushalten von Simmerath, Nideggen und Heimbach eine entsprechende Publikation verteilen.

In Bezug auf die Firma Trianel hob Werner Krickel nochmals hervor, dass es sich hierbei im Gegensatz zu den vier großen Energieversorgern in Deutschland um einen kommunalen Versorger handeln würde, dessen Gewinn letztlich den Bürgern zugute komme. „Das ist keine fremde Macht, die über uns kommt“, ergänzte Krickel engagiert. In dem lang anhaltenden Meinungsaustausch zu diesem Thema hoben die Teilnehmer der Versammlung auch andere von den Grünen entwickelte „Protestaktionen“ hervor, deren Themen sich zwischenzeitlich auch andere Parteien angenommen hätten.

Am 7. April wird der Ortsverband die Wanderschuhe in Sachen Pumpspeicherkraftwerk schnüren. Um 14 Uhr trifft man sich hinter dem Ortsausgang von Strauch in Richtung Schmidt, um mit einem Vertreter der Firma Trianel zum Rursee herunter zu wandern. Klaus Stockschläger betonte, dass an dieser Info-Wanderung Interessierte gerne teilnehmen können.

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