Steckenborn - Grüne sehen keine Alternative zu erneuerbarer Energie

Grüne sehen keine Alternative zu erneuerbarer Energie

Von: ale
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Steckenborn. Die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen des Ortsverbands Simmerath sind sicher, dass sie viele Sympathisanten haben; ihr Wunsch wäre es daher auch, neue Mitglieder aufzunehmen.

Der Ortsverband traf sich am Montag zu seiner Mitgliederversammlung in der Gaststätte Stollenwerk, um aus dem Gemeinderat zu berichten und sich auf die Kommunalwahlen vorzubereiten.

Gisela Kampshoff-Enderle begrüßte die Mitglieder in ihrer Eigenschaft als Ortsverbandsvorsitzende und lenkte zunächst die Aufmerksamkeit auf die Städteregion Aachen. Der Städteregionsrat wird bei den Kommunalwahlen, die voraussichtlich am 7. Juni stattfinden werden, gewählt.

Als Direktkandidat für den Städteregionsrat benennen die Simmerather Grünen Klaus Stockschlaeder, da war man sich rasch einig.

Der Kandidat umschrieb seine Ziele, wobei er deutlich machte, dass ihm die Energiepolitik sehr am Herzen liege, und er wolle ihr mehr Gewicht verschaffen. Er ist von der Schädlichkeit der Atomkraft überzeugt und will sich verstärkt für erneuerbare Energien einsetzen. „Wir erwarten, dass sich Menschen umsiedeln lassen, ihre Heimat verlieren - für die Stromgewinnung. Aber gegen ein Heizkraftwerk oder eine Windkraftanlage wird protestiert!” sah Klaus Stockschlaeder einen markanten Widerspruch. Nicht nur er, sondern „maßgebliche Leute, kluge Köpfe sagen, dass wir in absehbarer Zeit gezwungen sein werden, den Energiebedarf regenerativ zu decken.”

Aus der Ratsarbeit berichtete der Fraktionsvorsitzende, Günther Mießen. Die Kooperation mit der CDU sei bisher ganz gut gelaufen, meinte er; in verschiedenen Bereichen und zu Sachthemen würden Vorschläge der Grünen diskutiert. „Wir bleiben eine selbstständige Partei”, betonte Günther Mießen jedoch. Bekanntlich gebe es bei der Haushaltsplanung der Kommune kaum Spielraum, man habe dem Haushalt zugestimmt. Es sei frustrierend, pflichtete ihm Klaus Stockschlaeder bei, wenn lediglich 1,5 Prozent des Geldes im Haushalt wirklich für die Gemeinde zur Verfügung stehen würden.

Um Kandidaten für die Kommunalwahl aufzustellen, wird sich der Ortsverband Ende Februar erneut treffen. Man will alle Anstrengungen unternehmen, um die 16 Wahlkreise mit Kandidaten zu besetzen.

Gisela Kampshoff-Enderle kam auf die Asylbewerber-Unterkunft in Lammersdorf-Langschoss zu sprechen. Sie findet es nicht human, hier Menschen für längere Zeit unterzubringen, und will darauf hinarbeiten, dass andere Möglichkeiten gefunden werden. In den Orten könnte Integration besser gelingen als in dieser abgelegenen Behausung. Sie zweifelt auch daran, dass hier die Kosten niedriger seien als anderswo; man müsste das Ganze einmal gründlich durchrechnen.

Kein eigener Kandidat

Die Grünen werden keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten stellen und verzichten bewusst auch darauf, andere Bewerber offiziell zu unterstützen. Sie halten es nicht für gut, dass nun der Bürgermeister für sechs Jahre gewählt werden soll.

Zur Zeit sind die Grünen mit zwei Mitgliedern im Simmerather Gemeinderat vertreten; darüber hinaus mit drei Mitgliedern in den Ausschüssen.

„Mit Dir wird´s was” lautet das Motto einer Kampagne, mit der die Grünen für ihre Politik und für neue Mitglieder werben. „Wir laden Interessierte herzlich ein, zu uns Kontakt aufzunehmen”, betonte Gisela Kampshoff-Enderle.
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