Nideggen - Grüne Ausflüge: Mit gutem Gewissen in die Eifel

Grüne Ausflüge: Mit gutem Gewissen in die Eifel

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„Energie bündeln“: Das wollen die Projektpartner mit dem Programm „Klimafitnessprogramm für Ausflugs- und Freizeitziele in der Eifel“ erreichen. Foto: Naturpark Nordeifel

Nideggen. Von A bis Z klimafreundlich könnten Reisen und Ausflüge in die Eifel künftig verlaufen. Darauf zielt das neue Pilotprojekt „Klimafitnessprogramm für Ausflugs- und Freizeitziele in der Eifel“ ab, das am 4. September von der Energieagentur NRW, dem Naturpark Nordeifel und den touristischen Arbeitsgemeinschaften in der Erlebnisregion Nationalpark Eifel vorgestellt wurde.

„Das Projekt richtet sich an die Betreiber von touristischen Attraktionen, für die bisher kein gezieltes Angebot in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz existiert“, so Klaus Linde, Klimanetzwerker bei der Energieagentur NRW bei der Präsentation in der Jugendherberge Nideggen. „Der Grundstein für eine klimafreundliche Tourismusdestination wurde bereits in den letzten zwei Jahren mit der Initiative ‚Klimatour Eifel‘ gelegt“, berichtete Patrick Schmidder von der Nordeifel Tourismus GmbH.

Die „Klimatour Eifel“ des Naturparks Nordeifels und seiner Projektpartner unterstützt die Entwicklung zur klimafreundlichen Tourismusdestination. Mit einem Bündel an Maßnahmen wie der Zertifizierung von klimafreundlichen Gastgebern, dem Gästeticket mit kostenloser ÖPNV-Nutzung oder der Entwicklung von klimafreundlichen Tages- und Urlaubspauschalen wird die Einsparung von CO2-Emissionen im Tourismus gefördert.

Bereits innerhalb der Initiative „Klimatour Eifel“ wurden erste Kontakte zwischen Energieagentur NRW und Naturpark Nordeifel geknüpft. „Wir freuen uns, dass diese Synergien nun in ein gemeinsames, innovatives Pilotprojekt für die Nordeifel münden“, so Nadine Rathofer vom Naturpark Nordeifel.

Lösungsansätze entwickeln

Über das „Klimafitnessprogramm“ wollen die Projektpartner künftig auch die Betreiber von Ausflugs- und Freizeitzielen mit ins Boot holen. Angesprochen sind Akteure aus dem Freizeit- und Tourismusbereich, also zum Beispiel Freizeitparks, Museen, Schlösser und historische Attraktionen, Bäder- und Wellnessbetriebe, Schifffahrt, Liftbetreiber oder Gewerbe- und Handwerksunternehmen mit Gästekontakt. Gemeinsam mit diesen Akteuren entwickeln Experten der Energieagentur NRW vor Ort konkrete Lösungsansätze für eine Verbesserung der Energieeffizienz und somit auch der Klimabilanz.

Der Blick auf den Energieverbrauch soll dabei immer eng verbunden sein mit dem Blick auf die Kosten. Wenn beides stimmt, könnten die Teilnehmer des „Klimafitnessprogramms“ einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und das nachhaltige touristische Angebot in ihrer Region komplettieren.

In den letzten Jahren sind die Gästezahlen in der Eifel gestiegen. Über 2 660 000 Übernachtungen zählte das Statistische Landesamt NRW für die Tourismusregion Eifel und Aachen im Jahr 2013. In ganz NRW überschritt die Gästezahl im gleichen Jahr erstmals die Schwelle von 20 Millionen. Damit ist der Tourismus nicht nur ein wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor, sondern beeinflusst auch die Energie- und Emissionswerte in besonderem Maße.

Teilnahme kostenfrei

Einrichtungen aus der Erlebnisregion Nationalpark Eifel, die sich für eine Teilnahme interessieren, können sich noch bei den Projektpartnern melden. Das Pilotprojekt soll jetzt starten und über ein Jahr bis 2015 laufen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Informationen zum Ziel2-Projekt Klimatour Eifel sind unter www.klimatour-eifel.de. zu finden. Die Initiative „Klimatour Eifel“ wird gefördert durch die EU und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Städteregion Aachen und die Kreise Düren und Euskirchen.

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