Gründerfirmen sollen mobilisiert werden

Von: P. St.
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Die Firma BRW Industrie Automation GmbH ist gefragt, wenn es um Automatisieren, Beratung, Planung, Auswahl elektrischer Komponenten und Elektroanlagenbau geht. Zentrumsleiterin Silke Marczincik freut sich, dass das innovative Unternehmen im Himo seinen Platz gefunden hat. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. Was kann man für Gründer-Unternehmen tun? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Gründerwoche Deutschland, die vom 15. bis 21. November stattfindet. An dieser Veranstaltungsreihe, die sowohl Theorie als auch Praxis abdeckt, beteiligt sich aktiv auch das Innovationszentrum Himo in Imgenbroich mit insgesamt sieben Veranstaltungen vom 15. bis 19. November.

Das Angebot richtet sich nicht nur an Gründer sondern ebenso auch an bestehende Unternehmen und ist breit gestreut: Es reicht vom richtigen Sitzen auf Büromöbeln bis bis zu Fachvorträgen für Unternehmensgründer.

Auf besonderes Interesse dürfte dabei ein Unternehmerseminar des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik der Fachhochschule Aachen stoßen, das am Dienstag, 16. November stattfindet.

Zu Gast sind Studenten des Unternehmerseminars der Fachhochschule Aachen (Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik) unter der Leitung von Prof. Dr. rer. nat. J. Gartzen. „Ziel des Seminars ist es, die Studenten für eine Tätigkeit als Unternehmer zu begeistern,” so Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Städteregion Aachen, die bei dieser Veranstaltungsreihe organisatorisch mitwirkt.

Während einer zweistündigen Präsentation erfahren die Studenten direkt vor Ort und aus erster Hand, was ein junger Unternehmer bei der Auswahl seiner zukünftigen Gewerbe-Immobilie berücksichtigen muss und lernt erfolgreiche Unternehmen kennen, die sich direkt aus der Fachhochschule heraus gegründet haben.

Die Veranstaltung richtet sich an die Studierenden der technischen Disziplinen der FH Aachen, die, so Prof. Gartzen, „gezielt und systematisch nach Abschluss ihres Studiums eine unternehmerische Selbständigkeit anstreben”.

Existenzgründer erzählt

Himo-Zentrumsleiterin Silke Marczincik demonstriert, worauf es bei einer Gewerbeimmobilie ankommt und wandelt die bisherigen theoretischen Ansätze über Gewerberaummietverträge für die Teilnehmer in Praxis um.

Das junge Unternehmen BRW Industrie Automation mit Sitz im Himo lädt die Studenten und Interessenten zu einem Rundgang ein und berichtet aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz einer erfolgreichen Existenzgründung.

Auch die im Himo ansässige Elwema Automotive GmbH beantwortet Fragen, die den jungen Maschinenbauern unter den Nägeln brennen. Die Firma bearbeitet das breite Spektrum modularer Reinigungs-, Prüf und Montagesysteme für hochkomplexe Fertigungsaufgaben in der Automobilindustrie (alle Veranstaltungen s. Box).

Die Gründerwoche soll auch eine ideale Gelegenheit bieten, „um das Himo als Plattform und Netzwerk für Gründer noch einmal in den Fokus von Unternehmensgründern zu rücken”, verspricht Silke Marczincik auch eine nachhaltige Wirkung von der Veranstaltungsreihe.

Das Himo wurde im Jahr 1993 gebaut und ging Jahre später in Betrieb. Bislang sind es nicht weniger als 111 Unternehmen, die sich hier zwecks Gründung oder Start niederließen. Derzeit ist das Gebäude im Gewerbegebiet Imgenbroich zu 70 Prozent belegt.

Als Problemfall bei der Vermietung der Einheiten erweist sich derzeit die Gastronomie. Das leerstehende Lokal ist schwer zu vermitteln. Zwar klopften schon eine Reihe von Interessenten an, aber ein Zugriff erfolgte bisher nicht.

Ansonsten aber herrscht der unternehmerische Geist im Himo; im Durchschnitt sind in beiden Gebäudekomplexen etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt. Wichtige Zulieferbetriebe für die regionale Wirtschaft sind hier ansässig, das kooperative mit dem örtlichen Handwerk wird gepflegt, und immer wieder gehen innovative Impulse in die ganze Welt vom Himo aus.

Zentrumsleiterin Silke Marczincik und Himo-Geschäftsführerin Margareta Ritter hoffen nun, dass mit der Gründerwoche die kreative Rolle des Himo noch einmal belebt wird.
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