Großes Fest zum goldenen Priesterjubiläum

Von: Raimund Palm
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In einem Festzug wurde Jubilar Pater Johannes Lorse (hinten rechts, links daneben Weihbischof Karl Reger) zur Aukirche geleitet. Foto: R. Palm

Monschau. „Wir sind froh und dankbar, dass es Dich gibt und dass wir Dich haben.” Pfarrer Karl-Heinz Stoffels rief aus, was viele Menschen dachten und fühlten und dies auch mit herzlichem Beifall bekräftigten: Beifall und Sympathie gehörten dem Steyler-Pater Johannes Lorse, der am Sonntag sein goldenes Priesterjubiläum feierte.

Die Feier dieses Jubiläums wurde zu einem großen Fest zu Ehren von Johannes Lorse, für den der Festzug vom Pfarrhaus zur Aukirche und später von der Kirche zu Aukloster zum genussvollen und erfrischenden Bad in der Menge wurde, das ihm Dank bezeugte und Anerkennung verlieh.

Mehr noch: Das Fest für und mit Pater Johannes Lorse wurde zu einem feierlichen Bekenntnis zu Gott und zum Glauben, solche Feiern sind wohl nötig, um die „Gemeinschaft im Glauben” zu erleben. Zudem: Das Fest machte die Aukirche an diesem Vormittag deutlich spürbar zur Mitte der Altstadt.

„Wir mögen Sie so, wie Sie sind”, bekräftigte auch Heinrich Jansen im Namen der drei Pfarrgemeinden Monschau, Imgenbroich und Mützenich. Und Bürgermeisterin Margareta Ritter würdigte in einem kurzen Grußwort vor allem die „Herzlichkeit und die Liebe”, mit denen Pater Johannes Lorse den Menschen im Alltag begegnet.

Das Pfarrhaus an der Eschbachstraße war festlich mit einem grüßen Kranz und goldenen Rosen geschmückt, davor hatten sich die Musiker der Eintracht aus Mützenich und die Schützen aus Mützenich versammelt, um den Jubilar und seine priesterlichen Mitbrüder gemeinsam mit vielen Messdienern und Bürgern (meist am Straßenrand) im Festzug zur Kirche zu begleiten. Selbst die Glocken hatten ihr Festgeläut angestimmt, das sich zusammen mit dem Spiel der Blasmusik zu einem Hymnus vereinte.

Pfarrer Karl-Heinz Stoffels richtete besondere Willkommensgrüße an Weihbischof Karl Reger (der vor wenigen Wochen ebenfalls sein Goldenes Priesterjubiläum feiern konnte), an die Schützen der Mützenicher Bruderschaft, die Blasmusiker der Eintracht Mützenich sowie an die Kirchenchöre aus Monschau, Mützenich und Imgenbroich, die die Messfeier musikalisch umrahmten. Organist war Christoph Goffart aus Simmerath, der mit einem virtuosen Orgelspiel begeisterte. Zum Ehrentag von Pater Lorse waren auch Gläubige aus seiner Heimat Dahlem gekommen, ebenso aus Goch am Niederrhein und aus Hünshoven bei Heinsberg, dort war Pater Lorse viele Jahre Pfarrer.

Gott zu danken, dass er 50 Jahre Priester sein durfte, dies sei ihm wichtig und ein Bedürfnis von ganzen Herzen, sagte Pater Lorse. Er dankte aber auch allen, „die an seiner Freude, Goldenes Priesterjubiläum feiern zu können, teilhaben”.

In seiner Predigt würdigte Pfarrer Karl-Heinz Stoffels das Leben und Wirken von Pater Johannes Lorse, der „ein halbes Jahrhundert lang den Glauben in Wort und Tat bezeugt” habe, den Menschen den „Glauben vorgelebt und ihnen weitergegeben” habe. Dieser Glaube, so Pfarrer Stoffels, sei wie „ein Schatz, den wir in uns tragen”, der das „Leben eines Menschen” bereichere, auch wenn dies im Alltag nicht immer bewusst werde.

„Dieses Geschenk des Glaubens” habe Johannes Lorse in all den Jahren seines priesterlichen Wirkens vermittelt und weitergegeben. Pater Lorse zähle zu den Priestern, „die den Glauben als eine echte Bereicherung für die Lebensgestaltung ansehen, als eine Kraftquelle, die den Menschen stärken und ermutigen”. In jüngster Vergangenheit haben viele Menschen spüren müssen, „dass die Kirche nicht frei von Sünde” sei. Pfarrer Stoffels: „Wir haben erleben müssen, dass Priester den moralischen Ansprüchen, die sie selbst predigten, in keiner Weise genügten. Wir haben gespürt, wie tief die Kluft sein kann zwischen dem von der Kanzel gesprochenen Wort und dem eigenen Handeln.” Das „Image der Kirche und insbesondere der Priester habe „recht stark gelitten”. Da könne ein Fest wie das Goldene Priesterjubiläum von Pater Lorse „eine Ermutigung sein, den Weg des Glaubens in Treue und Verbindlichkeit weiterzugehen.”

Nach dem Fest-Hochamt wandte sich Heinrich Jansen im Namen der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte von Monschau, Imgenbroich und Mützenich an Pater Lorse, der „mit Bravour” seine Aufgabe als Subsidiar erfülle und als „freundlicher und tiefgläubiger Priester eine starke Stütze” für Pfarrer Stoffels sei. Dass die Kirche zur Festmesse so „voll ist wie sonst nur zu Weihnachten”, dies sei auch ein Zeichen, „wie beliebt und anerkannt” Pater Johannes Lorse in den Gemeinden sei. Heinrich Jansen formulierte den Wunsch der drei Pfarrgemeinden an Pater Lorse: „ Bleiben Sie uns noch lange erhalten”.

Das Geschenk der Pfarren: Ein Bild der Aukirche als Motiv (mit Blick vom Markt aus), gemalt von Manfred Hilgers aus Höfen, wird Pater Lorse an sein Goldenes Priesterjubiläum erinnern.

Nach dem Hochamt erlebte Pater Lorse dann draußen vor der Tür der Aukirche die erste Gratulationscour. Schützen, Blasmusiker und viele Bürger begleiteten Pater Lorse dann ins Aukloster. Bürgermeisterin Margareta Ritter formulierte, was an diesem Tag vielen Menschen ein Bedürfnis war: Pater Johannes Lorse zu ehren und ihm für sein Engagement, für seine Freundlichkeit und Herzlichkeit, mit denen er den Menschen begegnet, zu danken.
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