Einruhr - Großes Aufatmen der Wirte am Obersee

Großes Aufatmen der Wirte am Obersee

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Einruhr. Die Ankündigung der Vollsperrung der B 266 bei Einruhr aufgrund von Sanierungsarbeiten der Fahrbahndecke hat am Obersee die Wellen hoch schlagen lassen.

Der Landesbetrieb Straßenbau hatte verlauten lassen, dass für diese Maßnahme die Bundesstraße an drei Wochenenden voll gesperrt werden müsse und Einruhr nur über eine weitläufige Umleitung (Monschau, Höfen, Vogelsang) erreichbar sein werde. Die Gastronomie lief Sturm sah sich bereits von schweren Einbußen in der ohnehin bislang eher dürftigen Saison getroffen.

Nun aber können die Wirte aufatmen, denn der Eingriff wird weitaus reduzierter ausfallen. Die Arbeiten, die eine Vollsperrung erfordern, sollen auf ein Wochenende beschränkt bleiben. Die restlichen Arbeiten sollen unter halbseitiger Straßensperrung mit Bauampeln erfolgen. Die Vollsperrung ist teilweise erforderlich, weil die Fahrbahnbreite nicht die erforderlichen 7,50 Meter Breite aufweist, wie es der Gesetzgeber vorschreibt.

Baustelle vom 29. Mai bis 6. Juli

Unter diesen neuen Vorzeichen war auch die Stimmungslage bei einer Bürgerversammlung auf Einladung des Landesbetriebs am Montagabend im Heilsteinhaus in Einruhr recht entspannt. In einem munteren Frage- und Antwortspiel wurden noch vorhandene Informationslücken geschlossen. Nach nur 45 Minuten gingen die rund 50 Anwesenden ohne Groll wieder nach Hause: Mit dieser Regelung können wohl alle leben. Die Wochendsperrung soll am 16./17. Juni erfolgen.

Die endgültige Entscheidung aber ist wetterabhängig und fällt kurzfristig. Als Ausweichtermine nannte Projektleiter Arnd Meyer vom Landesbetrieb den 23./24. Juni oder den 30.Juni/1. Juli. Geplant ist eine Deckensanierung (der Asphaltbelag wird drei Zentimeter abgefräst) zwischen Kesternich und Kreisgrenze Euskirchen/Abzweigung nach Erkensruhr. Die Baumaßnahme wird am 29. Mai beginnen und soll bis zum 6. Juli abgeschlossen sein.

Nach der ersten Protestwelle in Einruhr als Folge der angekündigten Vollsperrungen hatte der Landesbetrieb sich noch einmal mit allen Beteiligten beraten und die bauausführende Firma Oevermann will es es nun ermöglichen, dass die Vollsperrung auf ein Wochenende (von Freitagabend ab etwa 20 Uhr bis Montagfrüh fünf Uhr) beschränkt bleibt.

Trotz dieser verträglichen Lösung brachte Einruhrs Ortsvorsteher Christoph Poschen noch einmal seine Verärgerung über die defensive Informationspolitik des Landesbetriebs zum Ausdruck. „Im Interesse der Bürger wäre eine frührere Information wünschenswert gewesen.” Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns berichtete von einem „intensiven Gespräch” mit dem Landesbetrieb, denn eine Sperrung an drei Wochenende „wäre eine Katastrophe gewesen”.

Schlecht informiert fühlte sich auch eine Vetreterin des Rettungsdienstes der Städteregion Aachen, doch in diesem Falle spielte der Landesbetrieb den Ball zurück. Die Behörde sei unterrichtet worden, betonte Arnd Meyer.

Bei einem dringendem Notfall, so der Projektleiter, würden ohnehin andere Gesetze gelten. „Wenn Einruhr brennt, dann fährt die Feuerwehr durch die Baustelle.” Auch bei der Rursee-Touristik will man helfen, dass die Auswirkungen der Baußmaßnahme auf das touristische Geschäft abgefedert werden. Sebastian Lindt, der Leiter Rursee-Touristik, kündigte Gespräche mit der Rurseeschifffahrt über einen Shuttle-Service ab Rurberg an.
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