Monschau - Großer Applaus für Hänsel und Gretel

Großer Applaus für Hänsel und Gretel

Von: wm
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Über einen schönen Erfolg durften sich die Musiker der Musikvereinigung Montjoie beim 4. nachweihnachtlichen symphonischen Konzert am Sonntag in der Aukirche in Monschau freuen. Die gefühlvollen Klänge der Querflöte von Simone König und die Märchenoper „Hänsel und Gretel” trafen genau den Geschmack der Zuhörer. Foto: Walter Mertens

Monschau. Als einen Genuss für die Augen und vor allem die Ohren der Freunde symphonischer Blasmusik gestaltete sich das 4. nachweihnachtliche Konzert der Musikvereinigung Montjoie in Monschau. Die Musikvereinigung Montjoie ist steter Garant für Überraschungen.

Eröffnet wurde der Reigen anspruchsvoller Musikstücke mit dem von Alain Flas an der Trompete und Stephan Laschet auf der Orgel vorgetragenen Oratorio Oceasionai von Georg Friedrich Händel.

Als Gäste zum Konzert hatten die Monschauer Musiker in diesem Jahr Simone König (Querflöte) verpflichten können, die begleitet wurde von Birgit Röseler am Klavier. Gefühlvoll und mit dem notwendigen Vibrato intonierte die versierte Flötistin das Andante von Wolfgang Amadeus Mozart und Marc-Jean-Baptist Delmas impressionistisches Stück Conte Rose. Aus dem bekannten „Karneval der Tiere” von Camille Saint Saens erklang „Der Schwan” durch die Trompete von Alain Flas, begleitet wiederum von Armin Laschet (Orgel). Der Größe und der Schönheit dieses Tieres angemessen, erklang der klare und helle Trompetenklang.

Nach weiteren Vorträgen von Simone König und Birgit Röseler (Suite in drei Stücken von René Delaunay) und dem Wiegenlied von Alfred Franz Dopler stand als Höhepunkt des Konzerts die Märchenoper von Hänsel und Gretel auf dem Programm.

Die Monschauer Musiker hatten in den zurückliegenden Monaten mit ihrem Dirigenten Jeff Krings programmatische Musik vom Feinsten einstudiert. Es war schon eine besondere Herausforderung, die die Laienmusiker an ihr Genzen führte, doch unter der Leitung ihres versierten Dirigenten Krings haben sie diese Herausforderung angenommen und mit Bravour gemeistert.

Augenweide und Ohrenschmaus

Die Märchenoper Hänsel und Gretel, komponiert von Engelbert Humperdinck, wurde im Jahre 1893 in Weimar uraufgeführt und von Richard Strauss dirigiert. „Welch herzerfrischender Humor, welch köstlich naive Musik und welch prachtvolle Mehrstimmigkeit”, so kommentierte Strauss nach der Aufführung die Komposition aus Volksliedgut mit programmatischen Teilen. Und diese Mischung gelang auch den Musikern am Sonntag und lies die Oper für die Zuhörer zu einer kurzweiligen Augenweide und zu einem Ohrenschmaus werden.

Es ist die Geschichte von geschwisterlicher Zusammenarbeit in der Form einer einzigartigen Kombination von poetischer Naivität und musikalischem Tiefgang. Die kindliche Phantasie ist das Hauptthema dieses Märchens. Mit Spiel und ausgelassenem Tanz überwinden die beiden Kinder die Schattenseiten ihres Daseins. Die Musik, die visuelle Begleitung mit Hilfe eines Lichtvortrages während der Musikstücke und die alte Geschichte von Hänsel und Gretel, vorgetragen von der Erzählerin Claudia Koll, übten auf die Kinder und erwachsenen Zuhörer gleichermaßen einen unwiderstehlichen Zauber aus, wenn auch Erstere unter den Zuhörern spärlich zu finden waren.

Dem Publikum hat das symphonische Konzert gefallen und sie bedankten sich bei den Musikern mit lang anhaltendem Applaus. Angespornt von so viel Zuspruch ist das 5. Konzert in dieser Reihe bereits für 2011 anvisiert, wie Vorsitzender Hilmar Weber ankündigte. Man darf schon jetzt gespannt sein, was die Monschauer Musiker für dieses Konzert arrangieren.
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