Großer Ansturm beim Flutlichtrodeln

Von: Aline Jansen
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Schon vor Einbruch der Dunkelheit war mächtig was los am Konzener Rodelhang: Später war der Ansturm so gewaltig, dass man kaum eine freie Bahn den Berg hinunter fand. Foto: Aline Jansen, Heiner Schepp
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Die fleißigen Männer von der Konzener Feuerwehr hängten die Schlitten und Bobs an die Quads von Marco Steines und seinen Männern. Foto: Aline Jansen, Heiner Schepp
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Das Berghochfahren machte beim Rodeln unterhalb der Mutterkirche mindestens genauso viel Spaß wie die Talfahrt. Foto: Aline Jansen, Heiner Schepp

Konzen. Orkantief „Egon“ hat in den vergangenen Wochen für einen Wintereinbruch in der Eifel gesorgt und ihr rund 40 cm Schnee beschert. Zunächst bedeutete das: glatte Straßen, steckengebliebene Lkws und anstrengendes Schneeschaufeln.

Doch nach diesem Chaos zeigen sich nun auch die schönen Seiten des Winters: wolkenloser, strahlend blauer Himmel, glitzernder Schnee in der Sonne und tolle Wintersportmöglichkeiten. Das nutzten auch der Sportverein TV Konzen und die Konzener Löschgruppe der Freiwillige Feuerwehr aus, um Groß und Klein zum verlängerten Rodelspaß „auf der Vlötz“ einzuladen: Flutlichtrodeln ist nicht jedes Jahr möglich – diesmal aber war es durch die stabile Wetterlage gut planbar und war der „Renner“!

Am späten Samstagnachmittag ging es los und Scharen von Kindern und Eltern zogen bei bestem Wetter und knackig kalten Temperaturen zum Rodelhang am Feuerbach in Konzen. Doch wer dachte, dass das Vergnügen nach kurzer Zeit mit dem Sonnenuntergang ein jähes Ende finden würde, hatte die Rechnung ohne die Männer der Freiwilligen Feuerwehr gemacht. Mit großen Flutlichtern sorgten sie dafür, dass auch lange nach Einbruch der Dunkelheit weitergerodelt werden konnte.

Und das kam nicht nur bei den Konzernen und den Bewohnern der umliegenden Dörfer super an. Sogar aus Düren, Aachen und Heinsberg waren Wintersportfans angereist, um die Piste mit Holzschlitten, bunten Bobs und riesigen Gummireifen herunter zu sausen. „Wir freuen uns, dass unser Flutlichtrodeln so gut ankommt. Es ist Wahnsinn, wie viele Leute hier sind“, zeigte sich Oliver Krings, Vorsitzender des TV Konzen, von den rund 400 Gästen beeindruckt.

Ein besonderes Highlight für die kleinen Rodler waren die zehn Quads, die als Lift dienten, um das lästige Hochlaufen zu ersparen. „Das ist wie im Urlaub“, freute sich die kleine Laura auf die Fahrt. Alle Hände voll zu tun hatten die Feuerwehrmänner, die immer zwei Kinder samt ihrer Schlitten hinter ein Schneefahrzeug spannten, mit dem sie dann den Hang hinaufgezogen wurden, um ihn direkt wieder herunter zu rutschen.

Möglich war das dank der Unterstützung eines in Konzen ansässigen Motorradgeschäfts. Da nahmen viele kleine und große Rodler gerne auch ein bisschen Wartezeit in Kauf. Einzig ein wenig störend war bei der Abfahrt, dass die „Fußgänger“ nicht in einem separaten Bereich den Hang hochgehen konnten sondern mitten über die Rodelbahn hoch stapften. Dadurch mussten die Rodler oft bremsen und waghalsige Ausweichmanöver vollführen, um niemanden umzufahren.

Mit heißem Kakao, Glühwein, Bratwurst und Leberkäs war für eine wärmende Stärkung zwischendurch gesorgt. Und auch auf schnelle Hilfe bei kleineren Unfälle waren die Organisatoren vorbereitet. Zur Erstversorgung vor Ort waren Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes aus Eschweiler mit einem Schneemobil angerückt, um Verletze im Ernstfall – wie die Bergwacht in größeren Skigebieten – von der Piste transportieren zu können. Zum Glück hatten die Helfer aber einen ruhigen Abend und mussten nur selten eingreifen. „Es ist schön zu sehen, dass die Rodler Rücksicht aufeinander nehmen“, resümierte Krings.

Neuauflage „auf der Hohe“?

Obwohl das Flutlichtrodeln ein voller Erfolg war, ist noch nicht sicher, ob es im kommenden Jahr wieder veranstaltet wird. Klar ist, dass die „Vlötz“ dann nicht mehr zur Verfügung steht, da dort ein Baugebiet entsteht. Einen Funken Hoffnung auf erneuten Winterspaß mit Flutlicht gibt es aber eventuell doch, denn „auf der Hohe“ hat Konzen einen weiteren tollen Rodelhang zu bieten. Ob das beliebte Event dorthin verlegt werden kann, wird man im nächsten Jahr sehen.

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