Roetgen - Großer Ansturm auf das Spielefest der besonderen Art

Großer Ansturm auf das Spielefest der besonderen Art

Von: hes
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Volle Tische sah man beim 2. Familienspielefest der besonderen Art den ganzen Nachmittag über im Roetgener Bürgersaal. Die Aktion für Menschen mit und ohne Behinderung war ein voller Erfolg. Foto: H. Schepp

Roetgen. Ralf Pauli war hellauf begeistert: „Volle Hütte heute im Bürgersaal zu Roetgen! Tolle Stimmung bei Stadt-Land-spielt. Danke an alle für den launigen Nachmittag, der Lust macht auf mehr!“ schrieb der Jugendpfleger der Städteregion schon am Sonntagabend auf seiner Facebook-Seite.

Das besondere Familienspielefest hatte tagsüber so viele Besucher in Roetgens neue gute Stube gelockt, dass zusätzliche Tische und Stühle herangeschafft werden mussten.

Unter dem wortwitzigen Motto „all inklusiv“ hatten das städteregionale Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung sowie die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung (KoKoBe) Nordeifel nach der erfolgreichen Premiere 2013 zum zweiten Mal gezielt Menschen mit und ohne Handicap zum Mitspielen eingeladen. Mit dem Spieletag, der in ganz Deutschland stattfindet, sollen Menschen an das Kulturgut „Spiel“ herangeführt werden. „Spielen verbindet nicht nur über Generationen, Herkunft und soziale Grenzen hinweg, sondern lässt auch Menschen mit Handicap am gesellschaftlichen Leben teilhaben“, sagt Andrea Hein von der KoKoBe.

Und so war „Miteinander Spaß haben“ das Motto auch dieses Tages in Roetgen. Andrea Hein freute besonders, dass bei 27 Familien mit drei bis vier Personen und gut 40 Einzelbesuchern „die Menschen mit Handicap in der Überzahl waren“. Für die Ausrichtung im Bürgersaal hatten Jugendamt und KoKoBe weitere Partner gewinnen können: Neben den Spieleexperten von spielkonzept4u präsentierten die Grenzlandjugend Roetgen, Jugendaktiv Simmerath, die Caritas Behindertenwerkstatt Monschau, das Helene-Weber-Haus Stolberg und der Förderverein der Grundschule Roetgen ihre Arbeit oder halfen tatkräftig mit bei Betreuung und Bewirtung.

„Wir wollten mit diesem Angebot viele Spielbegeisterte, ob jung oder alt, klein oder groß, dick oder dünn, mit und ohne Handicap, gewinnen und so spielerisch einen kleinen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander leisten. Dieses Konzept ist aufgegangen“, freute sich Ralf Pauli für das ganze Team, das bei der Einladung besonders Menschen aus integrativen Schulen und Kindergärten, Wohnheimen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie aus betreutem Wohnen angesprochen hatte.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann schon in zwei Monaten wieder in großer Gesellschaft spielen: beim großen Familienspieletag am 23. November in der Elwin-Christoffel-Realschule in Monschau.

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