Simmerath - Großeinsatz in der ersten Nacht des neuen Jahres

Großeinsatz in der ersten Nacht des neuen Jahres

Von: Heiner Schepp
Letzte Aktualisierung:
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Im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Heidestraße in Simmerath war ein Feuer ausgebrochen. Foto: psm
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Im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Heidestraße in Simmerath war ein Feuer ausgebrochen. Foto: psm
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Im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Heidestraße in Simmerath war ein Feuer ausgebrochen. Foto: psm
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Im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Heidestraße in Simmerath war ein Feuer ausgebrochen. Foto: psm

Simmerath. Kurz vor 2 Uhr am ersten Tag des noch jungen Jahres 2017 endete für 60 Einsatzhelfer der Nordeifeler Feuerwehren und die Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Heidestraße die Silvesterparty: Um 1.58 Uhr rief die Leitstelle über Funkmelder zunächst die Feuerwehren aus Simmerath, Kesternich und Eicherscheid zu dem Einsatz im Simmerather Kranzbruch.

Im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses war ein Feuer ausgebrochen, das den freiwilligen Helfern beim Eintreffen am Einsatzort bereits entgegenschlug.

„Die Flammen hatten bereits ein etwa drei Quadratmeter großes Loch in das Dach gebrannt und die darunter liegende Dachgeschosswohnung war völlig verraucht. Deshalb mussten wir zusätzlich die Löschgruppen Rollesbroich und Lammersdorf nachalarmieren, um mehr Atemschutzträger zur Verfügung zu haben“, erläuterte Simmeraths Gemeindewehrführer und Einsatzleiter Christian Förster die Strategie der Feuerwehr.

Da sich das Feuer genau im Giebel des mehrgeschossigen Hauses ausbreitete, wurde zusätzlich die Drehleiter des Monschauer Altstadtzuges hinzugerufen, um den Brand von beiden Dachseiten aus bekämpfen zu können. Im Zusammenspiel mit drei Trupps unter schwerem Atemschutz im Innenangriff wurden Flammen und Glutnester mit Wasser bekämpft, was allerdings bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt (ca. -4 Grad Celsius um Mitternacht) für zusätzliche Probleme sorgte.

„Wir mussten deshalb den Simmerather Bauhof alarmieren, der mit viel Streusalz das Eis beseitigte, da das Löschwassers sofort auf der Straße und auf dem Dach gefror“, erläuterte der Einsatzleiter.

Durch Feuerwerk ausgelöst?

Während insgesamt vier Personen der beiden anderen Wohnungen das Mehrfamilienhaus rechtzeitig und unverletzt verlassen konnten, ist die Dachgeschosswohnung derzeit nicht bewohnt.

Ob der Brand von außen, beispielsweise durch herumfliegende Feuerwerkskörper entstanden ist, vermochten weder Feuerwehr, noch die schon in der Nacht vor Ort ermittelnde Kriminalpolizei zu sagen. „Das liegt bei einer unbewohnten Wohnung zwar nahe, wäre aber zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation“, verwies Einsatzleiter Christian Förster auf die Ergebnisse der Brandursachenermittlung.

Für einen Teil der insgesamt rund 80 Einsatzkräfte – vor Ort waren neben den genannten Löschgruppen auch die Führungsgruppe der Feuerwehr Simmerath, der THW-Ortsverband Simmerath, Bauhof, Polizei und Rettungsdienst – endete der Einsatz erst gegen 5.30 Uhr, als die Wärmebildkamera keine weiteren Glutnester mehr signalisierte und man die Nachlöscharbeiten beenden konnte.

Die Hausbewohner wie auch Einsatzkräfte kamen trotz des Einsatzes unter schwierigen Bedingungen nicht zu Schaden. Nur vorsorglich wurde der Hauseigentümer mit dem RTW zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.

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