Großeinsatz am Rursee: 23-Jähriger ums Leben gekommen

Von: P.St./red
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Die Einsatzkräfte suchten mit Booten und Tauchern nach dem Mann. Foto: Ralf Roeger
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Die Einsatzkräfte suchten mit Booten und Tauchern nach dem Mann. Foto: Ralf Roeger
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Die Einsatzkräfte suchten mit Booten und Tauchern nach dem Mann. Foto: Ralf Roeger

Simmerath. Abrupt endet am späten Samstagnachmittag für tausende Besucher der Badespaß im Rurberger Eiserbachsee. Bei einem tragischen Unglücksfall im Badesee des Rurseezentrums ist ein 23-jähriger Mann aus Alsdorf ums Leben gekommen.

Nach dreistündiger Suche wurde die Leiche des jungen Manns aus etwa sechs Metern Wassertiefe geborgen. Nach Zeugenaussagen hatte sich der 23-Jährige am Rand der belebten Seebühne, die vom Ufer aus begangen werden kann, aufgehalten, und war dann aus noch nicht geklärter Ursache plötzlich im Wasser gelandet.

Er hatte noch versucht, an der Metallbefestigung des Holzpontons Halt zu finden, ehe er dann innerhalb von Sekunden in der Tiefe verschwand. Die sogleich informierten vor Ort befindlichen DLRG-Kräfte alarmierten daraufhin zahlreiche Rettungskräfte ins Rurseezentrum. Die DLRG-Schwimmer versuchten auch, dem Mann hinterherzuschwimmen. Durch die extrem geringe Sicht war der 23-Jährige jedoch innerhalb von Sekunden nicht mehr sichtbar. Nach Angaben der Polizei war der junge Mann Nichtschwimmer.

Als erste Suchaktionen mit Booten und einem Hubschrauber nicht zum Erfolg führten, wurde eine DLRG-Tauchergruppe aus Aachen in Gang gesetzt, die gegen 20.30 Uhr die Leiche in unmittelbarer Nähe der Seebühne bergen konnte. Insgesamt waren 80 Einsatzkräfte vor Ort, darunter die Feuerwehr Simmerath und das Technische Hilfswerk. Gegen 17.30 Uhr war der komplette Badesee geräumt worden, damit die Suche ungestört aufgenommen werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch mehrere tausend Besucher auf dem Gelände. Die Rettungskräfte versuchten Bekannte des Vermissten im Freibadgelände ausfindig zu machen, um festzustellen, ob der junge Mann sich möglicherweise doch hatte ans das Ufer retten können. Diese vage Hoffnung bestätigte sich aber nicht. Am Ufer des Badesees sammelten sich zahlreiche Schaulustige, die den Einsatz verfolgten, und das nicht immer mit dem nötigen Respekt, wie Einsatzleiter Christian Förster von der Feuerwehr mit Bedauern feststellen musste.

Am Blausteinsee wurde am Samstagabend ebenfalls eine Person vermisst. Kurz vor Mitternacht fanden Taucher die Leiche des vermissten 50-Jährigen im See.

In NRW sind in dieser Woche bereits sieben Menschen bei Badeunfällen ertrunken. Am Samstagmorgen wurde ein 17-Jähriger tot aus einem See in Siegen geborgen, am Nachmittag starb ein Sechsjähriger in Köln.

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