Große Solidarität und ein großartiges Konzerterlebnis

Von: mon
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Im Rahmen eines Benefizkonzertes des Rotary-Clubs zugunsten des Fördervereins des SPZ eroberten Sänger und Musiker unter der Leitung des Dirigenten Professor Herbert Görtz die Herzen des Publikums in der Monschauer Aukirche. Foto: V. Monterey

Monschau. Zum vierten Mal gastierte das Orchester der Hochschule für Musik und Tanz, Köln, Standort Aachen, unterstützt von den Chören „Ars Cantandi“ der Musikschule Aachen mit dem Dirigenten Professor Herbert Görtz im Namen des Rotary Clubs Monschau-Nordeifel am vergangenen Freitagabend in der vollbesetzten Aukirche in Monschau.

„Wir freuen uns dieses Programm zu spielen“, so der Dirigent während seiner einleitenden Ansprache, insbesondere die Kantaten Nummer vier bis fünf des Weihnachtsoratorium BWV 248 von Johann Sebastian Bach, in der es um die Geburt Jesus und seinem Leidensweg geht, schon in jungen Jahren. Denn eben darum ging es in diesem Benefizkonzert, dessen Einnahmen dem Förderverein des Sozialpädiatrischen Zentrums der RWTH Aachen (SPZ), sowie regionalen Projekten zufließen.

Soziale Verantwortung

Der große Dank des Präsidenten des Rotary Clubs Monschau-Nordeifel, Gerald John, ging an die reich erschienenen Gäste (die Aukirche war bis fast auf den letzten Platz besetzt), an die Kirchengemeinde, Sponsoren und an die Schirmherrin, Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter für das große Engagement, John lud ein zu einem „unvergesslichen klassischen Musikerlebnis“ und einen Umtrunk in den Bürgersaal in der nachfolgenden Pause, bevor das Konzert mit drei Equalen, „eine echte Rarität“, so Dirigent Herbert Görtz, für vier Posaunen von Ludwig van Beethoven, mit „Angel‘s Carol“ und „Dormi Jesu“ von John Rutter für gemischten Chor und Orchester sowie der Kantate Nummer sechs weitergehen sollte.

Im Namen von Stadt und Rat dankte die Schirmherrin dem Rotary Club für das „herausragende Konzert“, um „denen Hilfe zu geben, die in Not sind“ und in sozialer Verantwortung zu unterstützen, wo es der Staat sich nicht leisten kann. „Zusammen funktionieren wir nur in der Solidargemeinschaft“, so Ritter.

Mit einem enormen Applaus bedankte sich das Publikum schon vor der Pause, in der sich ein Jeder über die Arbeit des Rotary Clubs im Bürgersaal informieren konnte. Gegründet wurde der Club im Jahre 1905 in Chicago Illinois, um humanitäre Hilfe zu leisten und sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen. In Deutschland wurde der erste Club 1927 in Hamburg gegründet. Heute gibt es weltweit 32000 Clubs mit über 1,2 Millionen Mitgliedern. Neben dem wohl größten Projekt, der Kampf gegen die Kinderlähmung, engagiert sich der Club in vielen regionalen Projekten, bietet spezielle Rotaryprogramme, wie zum Beispiel das Stipendienprogramm und den Jugendaustausch. Der hiesige Rotary Club Monschau-Nordeifel wurde im Jahre 2004 gegründet und zählt zur Zeit 37 Mitglieder.

Der Förderverein des SPZ unterstützt mit den Einnahmen des Konzerts Kinder mit geistig und körperlichen Behinderungen und Störungen in der Entwicklung, Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten und oft Kindern, die unter schwierigen sozialen Bedingungen aufwachsen.

So war es für die rund 100 Sänger und Musizierenden nicht nur eine willkommene Gelegenheit, das Programm, welches schon in Aachen und Würselen gespielt wurde, noch einmal in Monschau zu präsentieren, sondern darüber hinaus den Service des Sozialpädiatrischen Zentrums zu unterstützen. „Wir freuen uns hier zu singen“, bestätigte Sänger Julian Walter-Nußbauer (Bass), der seit fast sieben Jahren in verschiedenen Chören singt. Darüber hinaus bestätigte er die Worte des Dirigenten, die Kooperation zwischen Hochschulchor und Ars Cantandi sei „sehr schön“.

Herausragende Solisten

Herausragend wohl der Echo-Sopran von Maria Park und Milena Knauß, mit deren Stimmen die enorme Akustik der Aukirche, die nun etwas gedämpft durch die vielen Menschen, ganz besonders zur Geltung kam. Hervorragend auch Mezzosopran, Toos van der Waal, Tenor, Q-Won Han und Bariton, Fabio Lesiusse.

„Ein wunderbares Konzert, war auch Margareta Ritter begeistert, „die Akustik ist fantastisch“. Und Sylvia Stille aus Breinig bestätigte, „die Sänger und die gewaltige Fülle des Chors mit der Stimmung des Klosters“ mache das Konzert zu etwas „ganz Besonderem“. Ein riesiger, langanhaltender Applaus als Dank an Chor, Gesangssolisten und Instrumentalisten, erfüllte am Ende dann die Aukirche.

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