Große Lösung beim neuen Feuerwehrhaus ist in Sicht

Von: Peter Stollenwerk
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Während in Rollesbroich noch diskutiert wird, hat die Erweiterung des Feuerwehrgerätehaus in Einruhr am Eifelhaus bereits gute Fortschritte gemacht. Im Juni 2017 soll der Anbau fertig sein. Foto: P. Stollenwerk

Rollesbroich. Die Rollesbroicher Feuerwehr erhält ein neues Gerätehaus, aber das neue Domizil für die Löschgruppe soll auch zum Treffpunkt für die dörflichen Vereine werden. Diese Neubau-Variante wird derzeit innerhalb der Löschgruppe und des Ortskartells intensiv diskutiert.

Die diskussionswürdigen Fragen betreffen in erster Linie die Finanzierung, denn von den fünf zur Auswahl stehenden Varianten fand die große Lösung, die zugleich auch die kostenintensivste ist, nach mehreren Gesprächsrunden mit den Vertreten der Dorfgemeinschaft die größte Sympathie. Folgt man dieser Variante, dann soll an das Gerätehaus auch der Anbau von Vereinsräumen ermöglicht werden.

In der zurückliegenden Sitzung des Struktur- und Hochbauausschusses informierte die Verwaltung über die wechselvolle Geschichte des neuen Rollesbroicher Feuerwehrhauses.

Geschichte der Neubauplanung

Der derzeitige Standort der Feuerwehr auf dem Gelände der alten Volksschule soll aufgegeben werden, und bereits in diesem Herbst sollte mit dem Neubau am ausgesuchten Standort Dürener Straße/Ecke Kirchhofsweg begonnen werden.

Statik, Bodengutachten und die Änderung des Bebauungsplans waren bereits erfolgt, doch dann stoppte die Verwaltung im Sommer 2016 alle weiteren Aktivitäten zur Umsetzung, obwohl bereits 14.000 Euro Baunebenkosten entstanden waren. Mehrfach war aus Teilen der Bevölkerung Kritik am Standort neben der Kirche laut geworden, weil hier keine Erweiterungsmöglichkeit für eine Vereinsnutzung gegeben sei.

Lange Diskussionen

Die Anregungen aus der Bevölkerung, das neue Feuerwehrgerätehaus mit Erweiterungsmöglichkeit auf dem Dorfplatz am Konertzweg zu errichten, wurden in einem Gespräch mit der Löschgruppe und den Rollesbroicher Ratsvertretern diskutiert.

Bei diesem Vorschlag spielten vor allem die eingeschränkten Vereinsräume im ehemaligen Volksschulgebäude wie auch der mögliche Wegfall des Saals an der Dorfgaststätte eine wichtige Rolle. Nach einem weiteren Gespräch mit Vertretern aller Ortsvereine wurden dann fünf mögliche Varianten vom einfachen Gerätehaus bis zum Vereinshaus in den Raum gestellt, da die Löschgruppe ihre Bereitschaft erklärte hatte, bei ihrem Vorhaben auch die Belange des gesamtes Ortes zu berücksichtigen.

Die ersten kritischen Stimmen von Anwohnern in Form eines offenen Briefes ließen jedoch nicht lange auf sich warten. In diesem Schreiben wurden vor allem Bedenken wegen zu erwartender Lärmbelästigung durch Veranstaltungen geäußert. Gegen einen Neubau des Gerätehauses mit Außentoiletten auf dem Dorfplatz habe man hingegen nichts einzuwenden.

Laut Mitteilung von Ortsvorsteher Marc Topp sind die Löschgruppe und die Ortsvereine in Rollesbroich inzwischen mit großer Mehrheit übereingekommen, die Neubauvariante mit Anbaumöglichkeit zu verfolgen.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns ist nach den jüngsten Gesprächen zu der Auffassung gekommen, dass es wohl schwierig sein wird, „alle mit ins Boot zu bekommen“. Auch müsste für den neuen Standort am Konzertweg der Bebauungsplan geändert werden. Am Kostenrahmen dürfe sich aus Sicht der Gemeinde nichts ändern. Die Gesamtkosten sind mit 450.000 Euro im Haushalt der Gemeinde veranschlagt.

Aktuell finden weitere Gespräche statt, wie die Finanzierbarkeit des Vereinshauses hergestellt werden kann. Sofern sich hierbei eine Lösung abzeichnet, soll es am 10. Januar 2017 im im Pfarrheim Rollesbroich eine Bürgerinformationsveranstaltung geben.

Einruhr vor Fertigstellung

Unproblematisch ist dagegen der bereits laufende Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Einruhr. Wegen der Gründungstiefe der Fundamente konnte erst im September mit dem Rohbau begonnen werden, nachdem der Grundwasserspiegel entsprechend abgesunken war. Das jetzige Feuerwehrgerätehaus, das im Untergeschoss des Eifelhauses am Oberseeufer untergebracht ist, erfährt durch den Anbau eine umfangreiche Erweiterung.

Gleichzeitig wird auch der Küchenbereich des darüberliegenden Restaurants vergrößert. Die Gesamtkosten sind mit 379.000 Euro angesetzt. Da der Rohbau inzwischen abgeschlossen ist, soll das Gebäude nach dem jetzigen Stand im Juni 2017 fertiggestellt sein.

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