Großbaustelle in der Laufenstraße bereits unterspült

Von: P. St.
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Großbaustelle am Laufenbach: Um die Gefahr des Abrutschens der Fahrbahn zu verhindern, wird die Stützmauer im Bach direkt am Monschauer Rathaus massiv verstärkt. Foto: P. Stollenwerk
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Auch eine alte Linde konnte im Zuge der Bauarbeiten nicht mehr gerettet werden. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Es begann mit einer kleinen Ausdehnung in der Mauer, die zunächst nicht besonders ins Auge fiel, doch im Laufe der Zeit trat die Beule immer deutlicher hervor und jeder konnte ahnen, dass dieser Krankheits-Zustand irgendwann bedrohliche Formen annehmen würde.

Die Rede ist von einer Stützwand aus Bruchsteinen im Bett des Laufenbaches, dem Haupteingang des Monschauer Rathauses direkt gegenüber gelegen. Die rund fünf Meter hohe Stützwand dient der Stabilisierung der Fahrbahn der Laufenstraße, doch die Erfüllung dieser Aufgabe konnte das Bauwerk zuletzt nicht mehr gewährleisten. Jetzt wird der schadhafte Bereich in großem Umfang saniert.

Als Sofortmaßnahme hatte die Stadtverwaltung vor drei Jahren Balken und Stahlstützen der hervortretenden Stelle in der Bruchsteinmauer entgegengesetzt.

Nun aber wollte der Statiker nicht noch für einen weiteren Winter die Garantie dafür übernehmen, dass die Mauer der massiven Einwirkung von Fahrzeugverkehr und möglichem Hochwasser im Laufenbach standhalten kann.

So ist innerhalb von kürzester Zeit aus der Gefahrenstelle eine Großbaustelle geworden.

Bürgermeisterin Margareta Ritter, die die Baustelle direkt vor Augen hat, zeigt sich überrascht vom Ausmaß der Sanierung, aber es sei nicht zu verantworten gewesen, noch länger zu warten, da die Bruchsteinwand auf einer Breite von zwei Metern inzwischen deutlich hervorgetreten sei.

Beim Abtragen der Natursteine wurde dann festgestellt, dass die Laufenstraße bereits zum Teil unterspült worden war, ein Beweis mehr für die Notwendigkeit der Maßnahme.

Neue Bruchsteine erst im Frühjahr

Auf dem Stück vor dem Rathaus wird nun die Stützwand im Bachbett erneuert. Zunächst wird eine massive Stahlbetonwand errichtet. Damit ist zunächst einmal gesichert, dass die Fahrbahn nicht ins Rutschen gerät.

Erst im nächsten Frühjahr soll dann die zum Laufenbach hin gelegene Mauerseite wieder mit Bruchsteinen verkleidet werden. Dies macht die Maßnahme zwar deutlich teurer, doch der Gutachterausschuss der Stadt Monschau legte größten Wert auf die Wiederherstellung der historischen Optik. Insgesamt kostet die Baumaßnahme mit Ingenieurleistungen rund 200.000 Euro.

Im Bereich des Rathauses ist die Laufenstraße derzeit auf einer Länge von rund 40 Metern nur einspurig befahrbar. Mit einer Bauampel, so die Überlegung der Stadtverwaltung, hätte man die Rückstau-Problematik vermutlich noch mehr verschärft. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass an einigen Tagen eine Bauampel zum Einsatz kommt.

Die Bürgermeisterin geht davon aus, dass vor Beginn des Monschauer Weihnachtsmarktes die Baustelle so weit fortgeschritten ist, dass die Laufenstraße wieder zweispurig genutzt werden kann. Dies sei im übrigen die Voraussetzung für den Baubeginn gewesen. Aufgrund der Witterung liege man derzeit sogar zwei Tage vor der Bauausführungsplanung.

Im Zug der Baumaßnahme wurde am Montag auch eine alte Linde am Rathaus gefällt. Durch die in Zusammenhang mit der Baustelle erforderlich gewordene Neuverlegung von Versorgungsleitungen wären die Wurzeln so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass der Baum wahrscheinlich dauerhafte Schäden davongetragen hätte, so Margareta Ritter. Über eine Neuanpflanzung aber werde nachgedacht.

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