Großartige Anlage macht viel Arbeit: Kreuzweg muss saniert werden

Von: ho
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Sorgt sich um den Zustand die Kreuzweganlage Rott. Ernst Knillmann vom Verein der Freunde und Förderer der Kreuzweganlage Rott will zusammen mit dem Ortskartell zu einer Sammelaktion aufrufen. Foto: K.-H. Hoffmann

Rott. Selbst wer mit Heimatgeschichte und Religion nicht viel im Sinn hat, dürfte beim ersten Besuch von Größe und Ausstrahlung des Rotter Kreuzwegs beeindruckt sein. Vom höchsten Punkt auf dem 350 Meter hohen Giersberg, wo sich als krönender Abschluss der zwölf Kreuzwegstationen Kapelle, Freialtar und ein elf Meter hohes Kreuz aus Eichenholz befinden, bietet sich ein imposanter Blick auf Rott.

Allerdings besteht an der Anlage, wie Ernst Knillmann vom Verein der Freunde und Förderer der Kreuzweganlage Rott mitteilt, dringender Sanierungsbedarf.

Die Kreuzweganlage wurde Anfang der 1950er-Jahre nach einer der damals üblichen Volksmissionen errichtet. Die zwölf Kreuzwegstationen mit Reliefs aus Blaustein liegen am Hang des Giersbergs und sind vom Ende Lensbachstraße aus zu erreichen. Die Bildstöcke wurden 1951 vom Rotter Architekten Alfred Polczyk entworfen und dann bis 1954 fertiggestellt.

Ihren krönenden Abschluss finden sie dann oben auf dem Giersberg (in der Bevölkerung auch als Kreuzberg genannt). Alters- und witterungsbedingt sind nun am Bruchsteinmauerwerk der Kreuzwegstationen, der Einfriedungsmauer und dem Freialtar Schäden entstanden. Einzelne Steine sind abgebrochen und das Fugenmaterial zeigt Auflösungserscheinungen, wie Ernst Knillmann besorgt feststellte. Zudem weisen die Eingangspfeilererhebliche Belastungsschäden auf.

Weiterhin besteht für eine Seite des Daches der Marienkapelle dringenden Handlungsbedarf. Nachdem 2014 die südliche Dachhälfte der Kapelle mit Schieferplatten neu eingedeckt wurde, steht nun der Rest des Daches an. Gegebenenfalls muss neben der Neu-Beschieferung auch die darunter liegende Dachkonstruktion ausgebessert werden. Die Kosten der beiden Maßnahmen werden auf rund 15.000 Euro geschätzt, wofür man nun in der Bevölkerung zu einer Sammelaktion aufrufen will. Hierzu will man zusammen mit dem Ortskartell in den nächsten Tagen in den einzelnen Haushalten Info-Blätter verteilen, denen ein Spendenumschlag beiliegt, wie Manfred Adrian und Wolfgang Merz, Vorsitzender des Ortskartells Rott-Mulartshütte, ergänzend mitteilten.

Ideengeber der Rotter Kreuzweganlage war der Franziskaner-Pater Laurentius Seibertz, der 1950 in einer Predigt der Gemeinde den Gedanken an die Errichtung eines Friedenskreuzes nahelegte. Der damalige Bürgermeister Johann Jungbluth griff diese Idee auf und legte sie dem Gemeinderat Rott vor.

Der erteilte dem Bürgermeister zwar die Genehmigung zur Errichtung des Kreuzes, die allerdings mit der Auflage verbunden war, dass keine finanzielle Belastung für die Gemeindekasse entstehen dürfte. Bürgermeister Jungbluth richtete daraufhin ein Spendenkonto ein. Anfänglich bestanden die Kreuzwegstationen aus Holzkreuzen, die später durch steinerne Bildstöcke des Rotter Bildhauers Clemens Winkhold ersetzt wurden.

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