Gregor Harzheim: „Die Diskussion um die Schulen ist absurd”

Von: ag
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Die Forderung der CDU-Simmerath, die Realschule von Monschau nach Simmerath zu verlegen hält SPD-Kandidat Gregor Harzheim für peinlich.

Lammersdorf. „Wenn Karneval und Wahlkampf zusammen fallen, kommt dabei der Monschau-Simmerather CDU-Schulstreit heraus”, sagte der SPD-Kandidat für das Amt des Simmerather Bürgermeisters, Gregor Harzheim, jetzt auf der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsverein Lammersdorf-Paustenbach.

Roetgens Bürgermeister Manfred Eis habe die Skurrilität der Auseinandersetzung erkannt und sich scherzhaft zur Übernahme des Gymnasiums bereit erklärt. „Anders die Simmerather CDU und ihr Beigeordneter”: Zu Recht werde darauf hingewiesen, dass derjenige der mitbezahlt auch mitbestimmen müsse. Gleichzeitig werde aber verschwiegen, dass man seit vielen Jahren das Gymnasium in Vossenack finanziell unterstützt - ohne mitzubestimmen.

„In Schulen investiertes Geld ist sicher gut investiertes Geld”, sagte Harzheim. Aber er könne verstehen, wenn man sich wundere, „dass das was für Vossenack gilt, für Monschau nicht gelten soll”. Stattdessen fordere man verbunden mit massiver Kritik an der Monschauer Kandidaten-Kollegin die Verlegung der Realschule nach Simmerath.

Als „absurd und peinlich” bezeichnete Harzheim diese Forderung. Wer die Diskussion verfolge, habe entweder viel Humor und amüsiere sich köstlich oder er wende sich entsetzt und endgültig politikverdrossen ab.

Harzheim hob seinerseits zwei Zielsetzungen in diesem Konflikt hervor. Zum einen die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen durch ein „sehr gutes Schul- und Kindergartensystem” und zum anderen eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit auf Ebene der Verwaltungen.

Die Ausbildung der Kinder sei ohne Geld nicht zu haben. In diesem Zusammenhang sei natürlich auch die Landesregierung gefordert. Dabei sei es aber nicht wichtig, ob das Schulgebäude in Simmerath oder in Monschau stehe, es gehe darum, „dass wir unseren Kindern eine gute Schulausbildung in modernen Schulen anbieten können”. Der Bürgermeisterkandidat der SPD forderte „gute Bildungspolitik und keine Kirchtumspolitik”.

Als Bürgermeister wolle er eine enge Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Roetgen und der Stadt Monschau anstreben und intensiv persönlich und sachlich mit den Kollegen sprechen. So solle ein gemeinsames Konzept für die gesamte Region entstehen, was auch die demographische Entwicklung berücksichtigt. „Die Bürger sind da schon einen Schritt weiter und denken als Region”, sagte Harzheim. Das kulturelle Leben spiele sich in den Dörfern ab, ansonsten stehe aber die Region im Vordergrund.

Auf der Ebene der Verwaltungen will er das an Zusammenarbeit erreichen, „was im Rahmen des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit gesetzlich möglich ist”. In kommunalen Arbeitsgemeinschaften, Zweckverbänden und gemeinsamen Kommunalunternehmen sollen „gleiche Aufgaben und gleiche Fragestellungen gemeindeübergreifend bearbeitet und gelöst werden. Dadurch könnten Synergien erzielt und eine noch bessere Kompetenz in der Aufgabenwahrnehmung erreicht werden.

Außerdem würde das auch dazu beitragen, in der künftigen Städteregion eine stärkere Position zu erreichen und die eigenen Interessen angemessen zu vertreten. Er warf der Verwaltungsspitze vor, mit dieser Anforderung überfordert zu sein. Mit Blick auf die Städteregion könne man sich in Zukunft solche Streitereien wie jetzt um die Schulen nicht erlauben, betonte Harzheim.
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