„Grand malheur“: Nur Theater im Wellnesshotel

Von: P. St.
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So geht es zu im Wellnesshotel: Der Straucher St. Josefsverein sorgte bei seiner Theateraufführung dafür, dass es auf der Bühne immer bunt und turbulent zuging. Foto: P. Stollenwerk

Steckenborn/Strauch. Ein Kur- und Wellnesshotel, auf kleine Abenteuer bedachte Gäste, eine Poolparty, ein süßlicher Friseur, ein gefragter Masseur und eine männersuchende Putzfrau sollen als Zutaten mehr als genügen, um das daraus ein würziges Bühnengericht zu zaubern.

Der St.-Josef-Verein Strauch, dessen Hauptaktivität der alle zwei Jahre stattfindende Theaterabend ist, nutzte diese bewährte Mischung, um bei seiner aktuellen Aufführung wieder auf der sicheren Seite zu sein.

Die in ihrer Handlung recht einfach gestrickte Komödie „Grand Malheur“ von Bernd Gombold (Untertitel „Masseure, Liebe und Moneten“) diente der Laienschar als Vorlage und bediente die Erwartungen an einen Schwank mit vorhersehbarem Verlauf auf der ganzen Linie.

Die ebenso nicht unerwarteten Turbulenzen, Verwicklungen und Missverständnisse sorgten für viel Aktivität auf der Bühne und ließen der Spielfreude der insgesamt 16 Akteure freien Lauf.

Auch bei den Zuschauern kam die bewährte Mischung an, denn beide Aufführungen im Saal Stollenwerk in Steckenborn waren mit jeweils über 200 Zuschauern restlos ausverkauft; es mussten sogar noch zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden.

Proben seit Ende September

Auch Ralf Virnich vom Spielleiter-Team zeigte begeistert von der „Super-Resonanz“. Ab Ende September hatten die Mitwirkenden zweimal wöchentlich geprobt; dann folgte noch ein Intensiv-Wochenende, ehe die Rollen passten, denn so viele handelnde Personen stellten eine hohe Herausforderung dar.

Jung und alt kommen dabei auf der Bühne zusammen, und längst sind nicht nur Straucher Akteure auf den Brettern zu sehen. „Die Lust am Theaterspielen hat sich ausgebreitet“, sagt Ralf Virnich. Dennoch ist der Aufwand beachtlich und so wechseln sich der St. Josefsverein und der Straucher Mütterverein mit ihren Theateraufführungen jährlich ab. „Auf diese Weise hat Strauch jedes Jahr Theater“, lacht Virnich.

Im Kur- und Wellnesshotel Faltenburg lassen unterdessen die ersten Kollisionen und schrägen Begegnungen nicht lange auf sich warten. Mit dem Eintreffen eines jeden neuen Gastes wird das Bühnenbild bunter und verrückter, ehe sich am natürlich am Schluss das unvermeidliche Happy End für alle Beteiligten abzeichnet. Die gut aufgelegten Laienspieler hatten mindestens soviel Spaß wie das Publikum, wobei der spontane Zwischenruf eines kleinen Gastes für den größten Lacher bei der Aufführung am Sonntagabend sorgte.

Am Ende gab es den verdienten und lang anhaltenden Applaus für das insgesamt 20-köpfige Team verbunden mit der Vorfreude auf weiteres unterhaltsames Theater in Strauch.

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