Gräber, die keiner pflegen muss

Von: ess
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So oder so ähnlich werden künftig Gemeinschaftsgräber auf den Simmerather Friedhöfen aussehen: Rings um das Grabmal können Blumen abgelegt werden, auf den Gräbern selbst wächst nur Gras. Unser Bild entstand auf einem Friedhof in Berlin. Foto: imago

Simmerath. Gestorben wird immer, und die lieben Verblichenen sollen würdig unter die Erde. In welcher Form das künftig in der Gemeinde Simmerath vonstatten gehen kann, entschied am Dienstag der Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss einvernehmlich.

Völlig neu ist dabei die Möglichkeit, auf allen elf Friedhöfen im Gemeindegebiet die Toten in einer pflegefreien Gemeinschaftsgrabstätte zu bestatten.

Die gestalterischen Details sind noch nicht zu Papier gebracht, aber das System funktioniert denkbar einfach und ist vor allem für die Hinterbliebenen nicht mit Arbeit verbunden. Die Urne wird bestattet und auf einer Stele oder einem Findling in der Nähe wird ein Schild mit dem Namen des Verstorbenen angebracht. Dort können auch Blumen und Kränze abgelegt sowie Kerzen aufgestellt werden. Das Gräberfeld soll lediglich mit Rasen bedeckt sein.

Buchstäblich Gras über die Sache wachsen lassen kann man auch auf andere Weise: Die Grasnarbe wird ab- und eine kleine Mulde ausgehoben. Dort hinein wird die Asche aus der Urne gekippt. Die Begräbnisstätte wird anschließend wieder mit der Grasnarbe verschlossen. Wers anonym mag, verzichtet halt auf das Namensschild.

Außerdem besteht die Möglichkeit, das Konterfei des/der Verstorbenen auf einem Grabmal anzubringen. Die Fläche ist auf 10x15 Zentimeter begrenzt. Ein Poster geht also nicht.
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