Gottesdienste im belgischen Militärlager werden ausgesetzt

Von: P. St.
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Vorerst ausgesetzt sind die Sonntagsgottesdienste in der Lagerkapelle Elsenborn. Foto: Stollenwerk

Nordeifel. Im belgischen Militärlager Elsenborn ist die Situation derzeit angespannt. Das hängt einmal mit der aktuellen Sicherheitsdebatte im Nachbarland zusammen, zum anderen steht die Zukunft des Lagers unmittelbar an der deutschen Grenze auf unsicheren Füßen.

Das berichtete jetzt die in Eupen erscheinende Tageszeitung Grenz-Echo.

Die wenig erfreuliche Lage bestimmte auch den kürzlich stattgefunden Neujahrsempfang im Lager Elsenborn. Angesichts der landesweit ausgerufenen Terrorwarnstufe 3 fand die Veranstaltung unter verschärften Sicherheitsauflagen statt.

So mussten die Gäste am Kontrollposten ihre Fahrzeuge verlassen und zu Fuß zum Empfangszentrum gehen. Grundsätzlich wird bis auf Weiteres jede Person, die das Lager betreten möchte, von einem Militärangehörigen am Tor abgeholt.

Die strengen Vorsichtsmaßnahmen haben auch zur Folge, dass sogar die Sonntagsgottesdienste in der Lagerkapelle, die auch regelmäßig von vielen Gläubigen aus Kalterherberg besucht werden, vorerst ausgesetzt werden.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs sagte Lagerkommandant Yves Limbourg, dass sich die Auslastung des Lagers gegenüber dem Vorjahr kaum verändert habe. Wieder fanden zahlreiches Materialtests auf dem Gelände statt. Der Kommandant hob auch das gute Verhältnis zu den an das Lager angrenzenden Gemeinden hervor.

Der Kommandant kommentierte auch Meldungen, wonach das belgische Verteidigungsministerium insgesamt 225 Millionen Euro einsparen will. Man wisse noch nicht, in welchem Maße davon der Standort Elsenborn betroffen sei. Offizielle Informationen von Regierungsseite lägen ihm bislang noch nicht vor.

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